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Loxone und Batteriespeicher in Thermen bei dynamischen Strompreisen

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Loxone und Batteriespeicher in Thermen bei dynamischen Strompreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)

Du willst wissen, was die Kombination aus Loxone-Steuerung und Batteriespeicher deiner Therme bei dynamischen Strompreisen wirklich bringt. Hier bekommst du die konkreten Vorteile direkt am Anfang – ohne Umwege.

Der Kernvorteil: teure Stunden meiden, günstige nutzen

Bei einem dynamischen Tarif ändert sich dein Strompreis stündlich. Loxone kann als Miniserver deine großen Verbraucher – Umwälzpumpen, Wärmepumpen, Lüftung, Warmwasserbereitung – gezielt in die günstigen Stunden verschieben. Der Batteriespeicher lädt, wenn Strom billig oder sogar negativ ist, und liefert Energie, wenn der Preis hoch ist. Konkret: Du kaufst weniger Strom zu Spitzenpreisen und deckst die teuren Stunden aus dem Akku. In Deutschland gab es 2026 laut unserer ENTSO-E-Auswertung bereits 396 Stunden mit negativem Börsenpreis (Tiefstwert -500 EUR/MWh) – genau diese Fenster kannst du mit Loxone-Automatik und Speicher einsammeln.

Loxone und Batteriespeicher in Thermen bei dynamischen Strompreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Warum gerade Thermen besonders profitieren

Eine Therme ist ein Dauerläufer mit hoher, aber planbarer Grundlast: Becken müssen umgewälzt, Wasser und Hallen beheizt, Luft entfeuchtet werden. Diese Lasten laufen ohnehin – die Frage ist nur wann. Weil viele davon zeitlich verschiebbar sind (Aufheizen vor Öffnung, Nachheizen nach Schluss, Speicher-Ladung nachts), hast du einen großen Hebel, um Verbrauch in günstige Stunden zu legen, ohne den Badebetrieb einzuschränken. Je größer der thermische Speicher (Pufferspeicher, Beckenmasse) und der Batteriespeicher, desto mehr Preisspreizung kannst du abschöpfen.

Loxone und Batteriespeicher in Thermen bei dynamischen Strompreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Was Loxone dabei konkret übernimmt

Der Loxone Miniserver ist die zentrale Steuer-Logik: Er liest den Stundenpreis deines dynamischen Tarifs ein und schaltet Verbraucher regelbasiert. Du hinterlegst zum Beispiel: Wärmepumpe nur laufen lassen, wenn der Preis unter deiner Schwelle liegt; Batterie laden bei Preis unter X ct/kWh; Lüftung in Teuer-Stunden auf reduzierte Stufe. Wichtig aus unserer Praxis: Ein Sollwert-Slider in der Loxone-Visualisierung wirkt nur, wenn das Loxone-Programm auch tatsächlich einen Ausgang (z. B. Modbus zum Wechselrichter) verdrahtet hat – eine bloße interne Variable steuert noch kein Gerät. Plane die Anbindung an Wechselrichter und Speicher von Anfang an mit ein.

Loxone und Batteriespeicher in Thermen bei dynamischen Strompreisen
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Die Rolle des Batteriespeichers

Der Akku entkoppelt Verbrauch und Einkauf. Er lädt in den günstigen (oder negativen) Stunden und entlädt in den teuren – das nennt man Arbitrage. Zusätzlich puffert er kurze Lastspitzen ab, was deine Lastspitze und damit potenziell Netzentgelte glätten kann. Kombinierst du den Speicher mit einer eigenen PV-Anlage auf dem Thermen-Dach, wird der Vorteil größer: Eigenstrom-Nutzung plus preisgesteuerte Ladung ergänzen sich. Die passende Speichergröße richtet sich nach deiner verschiebbaren Last und der typischen Preisspreizung – nicht nach einer pauschalen Faustzahl.

Loxone und Batteriespeicher in Thermen bei dynamischen Strompreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Ehrliche Voraussetzungen, damit es sich rechnet

Der Vorteil entsteht nur, wenn drei Dinge zusammenkommen: ein dynamischer Tarif mit ausreichend Preisspreizung, verschiebbare Lasten (die hat eine Therme reichlich) und eine Steuerung, die wirklich schaltet statt nur anzuzeigen. Ohne echte Preisspreizung bleibt die Ersparnis klein; ohne sauber verdrahtete Ausgänge bleibt Loxone eine hübsche Anzeige. Rechne deinen Business-Case mit deinen echten Lastgängen und Preisdaten – erst dann weißt du, ob und wie groß sich der Speicher lohnt.

So gehst du vor

1. Dynamischen Tarif prüfen und Stundenpreise verfügbar machen (API/Loxone-Einbindung). 2. Verschiebbare Lasten der Therme auflisten (Wärmepumpe, Pumpen, Lüftung, Warmwasser). 3. Loxone-Regeln für Preis-Schwellen definieren und Ausgänge zu Wechselrichter/Speicher tatsächlich verdrahten. 4. Batteriespeicher passend zur verschiebbaren Last dimensionieren. 5. Mit echten Lastgang- und Preisdaten den Case durchrechnen, dann live gegenprüfen – eine Backfill-Rechnung ist noch kein Live-Beweis.

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Loxone dynamische Stromtarife: Strompreis einbinden und Stromkosten berechnen

Loxone dynamische Stromtarife – so kommt der Preis in den Miniserver

Damit deine Loxone auf einen dynamischen Stromtarif reagieren kann, braucht der Miniserver den stündlichen Börsenpreis. Den holst du dir über einen Virtuellen HTTP-Eingang in Loxone Config: Der Miniserver ruft die REST-/JSON-Schnittstelle deines Dynamik-Anbieters ab (z. B. aWATTar, Tibber, oder eine EPEX-/Day-Ahead-Quelle) und liest die Preise für die kommenden Stunden aus. Über einen Befehlserkennungs-Baustein zerlegst du die Antwort in einzelne Stundenwerte. Diese Werte legst du auf Analogeingänge, mit denen du dann Merker, Schwellwert-Bausteine oder eine Ablauflogik steuerst. Wichtig: Der reine Börsenpreis ist nicht dein Endpreis – Netzentgelte, Steuern, Umlagen und der Anbieter-Aufschlag kommen pro kWh dazu.

Loxone Strompreis als Schaltsignal nutzen

Sobald der Loxone Strompreis als Zahlenwert im Miniserver liegt, definierst du Preis-Schwellen: Unterschreitet der Preis eine günstige Grenze, gibt Loxone deine großen Verbraucher (Warmwasser, Wärmepumpe, Umwälzpumpen, Speicher-Ladung) frei; überschreitet er eine teure Grenze, sperrt oder drosselt sie. Statt fester Grenzen kannst du auch dynamisch die X günstigsten Stunden des Tages picken – dafür sortierst du die Stundenpreise per Logik. Genau in den extrem günstigen bis negativen Fenstern lohnt sich das Verschieben am stärksten: Laut der ENTSO-E-Auswertung dieser Seite gab es 2026 in Deutschland bereits 396 Stunden mit negativem Börsenpreis (Tiefstwert -500 EUR/MWh).

Loxone Stromkosten berechnen – die Formel und der praktische Weg

Bei einem dynamischen Tarif gilt nicht ein fester Arbeitspreis, sondern du rechnest stundenweise: Stromkosten = Summe aller Stunden aus (Verbrauch in dieser Stunde in kWh × Arbeitspreis dieser Stunde in €/kWh). Der stündliche Arbeitspreis ist dabei Börsenpreis + Netzentgelt + Steuern/Abgaben + Anbieter-Aufschlag. Praktisch in Loxone: Multipliziere den in dieser Stunde gemessenen Verbrauch (aus deinem Energiezähler/Stromzähler-Eingang) mit dem eingelesenen Stundenpreis und schreibe das Ergebnis in einen Statistik-Baustein. So summiert der Miniserver deine echten Kosten mit, statt mit einem Durchschnittspreis zu schätzen – und du siehst schwarz auf weiß, was das Lastverschieben gebracht hat. Konkrete Cent-Beträge hängen von deinem Tarif, deinem Lastprofil und den aktuellen Netzentgelten ab und lassen sich nur mit deinen realen Zählerdaten seriös beziffern.

Wie bekomme ich den dynamischen Strompreis in die Loxone?

Über einen Virtuellen HTTP-Eingang: Der Miniserver ruft per Loxone Config die REST-/JSON-Schnittstelle deines Dynamik-Anbieters (z. B. aWATTar oder Tibber) ab, ein Befehlserkennungs-Baustein zerlegt die Antwort in Stundenpreise, und diese Werte steuern dann deine Schwellwert- und Ablauflogik. Einen fertigen Endpreis liefert das nicht – Netzentgelte, Steuern und Aufschläge musst du pro kWh selbst aufaddieren.

Kann Loxone meine Stromkosten bei einem dynamischen Tarif automatisch berechnen?

Ja. Du multiplizierst pro Stunde den gemessenen Verbrauch (kWh) mit dem eingelesenen Stundenpreis (€/kWh inkl. aller Aufschläge) und schreibst das Ergebnis fortlaufend in einen Statistik-Baustein. So summiert der Miniserver deine tatsächlichen Kosten mit – exakter als jede Rechnung mit einem festen Durchschnittspreis. Die konkrete Ersparnis hängt aber von deinem realen Lastprofil ab und lässt sich nur mit deinen eigenen Zählerdaten belegen.

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