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SPS-Integration des Strompreis-Signals: Was Elektrobetriebe wissen müssen

Stromfee Redaktion · 19. Juni 2026
ThemenseiteEnergiemonitoring →

TL;DR: Das Stromfee-System überträgt den aktuellen Börsenstrompreis als vier digitale Schaltzustände an die SPS. Die Anlage reagiert dadurch automatisch auf Preisstufen – ohne Cloud-Abhängigkeit im Steuerungspfad. Der Aufwand für die SPS-Einbindung ist gering, wenn Eingangsparameter, Steuerungslogik und Fallback korrekt geplant sind.

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Energiemonitoring-Dashboard mit Echtzeit-Messwerten und Preissignalstatus
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Warum Strompreise direkt in die SPS gehören

Biogasanlagen, BHKW und größere industrielle Verbraucher können ihren Energieeinsatz flexibilisieren – aber nur, wenn die Steuerung rechtzeitig weiß, was Strom gerade kostet. Eine rein manuelle Beobachtung des Spotmarkts ist im laufenden Betrieb nicht praktikabel. Das Stromfee-System löst dieses Problem, indem es Tagesvorauspreisinformationen auswertet und als einfache digitale Signale an die vorhandene SPS weitergibt. Die SPS bleibt damit das eigentliche Steuerungsgehirn – sie bekommt lediglich einen zusätzlichen Eingangsparameter.

Entscheidend ist: Im Steuerungspfad selbst besteht keine Cloud-Abhängigkeit. Fällt die Kommunikation zum Stromfee-System kurzzeitig aus, bleibt die SPS handlungsfähig, sofern ein Fallback definiert ist.

Das Vier-Kontakt-Konzept im Detail

Die Schnittstelle basiert auf vier potenzialfreien Schließkontakten. Jeder Kontakt repräsentiert eine Preisstufe des Tagesvorausmarkts:

Die Kontakte werden zyklisch vom Stromfee-System aktualisiert. Die SPS liest den aktuellen Zustand beim nächsten Scan-Zyklus. Weil jeweils nur einer der vier Kontakte geschlossen ist, lässt sich der Signalzustand als einfacher Zustandsautomat abbilden.

SPS-Einbindung Schritt für Schritt

Die eigentliche Programmierarbeit gliedert sich in drei Abschnitte:

  1. Eingangsdeklaration: Die vier physischen Eingänge werden im SPS-Projekt als diskrete Eingangsbausteine (DI) angelegt und mit sprechenden Variablennamen versehen – zum Beispiel SP_Niedrig, SP_UnterMittel, SP_UeberMittel, SP_Hoch.
  2. Steuerungslogik: Für jede Stufe werden Aktionen definiert. Das kann über eine einfache IF-THEN-Struktur oder einen CASE-Block erfolgen. Welche Aggregate, Pumpen oder Heizkreise in welcher Stufe laufen dürfen, hängt vom jeweiligen Anlagenkonzept ab.
  3. Fallback-Logik: Wenn alle vier Kontakte offen sind – etwa weil das Stromfee-Gerät neu startet oder die Verbindung unterbrochen ist – muss die SPS in einen definierten Normalbetrieb wechseln. Ein typischer Ansatz ist, den Zustand der letzten gültigen Stufe für eine begrenzte Zeit beizubehalten und danach auf einen konservativen Standardbetrieb zurückzufallen.

Stolperfallen aus der Praxis

Bei der Einbindung tauchen wiederkehrende Probleme auf, die sich mit etwas Vorplanung vermeiden lassen:

Fazit

Die Einbindung des Stromfee-Systems in eine vorhandene SPS ist technisch unkompliziert. Der wesentliche Aufwand liegt nicht in der Programmierung der vier Eingänge, sondern in der sorgfältigen Planung der Steuerungslogik: Welche Prozesse dürfen in welcher Preisstufe laufen, welche Prioritäten gelten, und was passiert, wenn kein Signal anliegt? Wer diese drei Fragen vor der Umsetzung klärt, kann die Integration an einem Arbeitstag abschließen. Das Ergebnis ist eine Anlage, die ihren Energieeinsatz automatisch am Strommarkt orientiert – ohne dass der Betreiber täglich eingreifen muss.

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