1 · Gleichzeitigkeit brechen
Große Verbraucher nacheinander statt gleichzeitig starten — oft reicht eine simple Anlaufverzögerung.
Beim Gewerbestrom zahlst du nicht nur, was du verbrauchst — sondern auch, wie heftig dein schlimmster Viertelstunden-Moment war. Genau da versteckt sich bei den meisten Betrieben das größte Sparpotenzial.
Dein Stromzähler bildet alle 15 Minuten einen Mittelwert deiner Leistung — die höchste Viertelstunde des Jahres bestimmt deinen Leistungspreis, den du zusätzlich zur verbrauchten Energie bezahlst. Nicht dein Durchschnitt kostet dich, sondern dein schlechtester Viertelstunden-Moment.
Angenommen, dein Leistungspreis beträgt 100 € pro kW und Jahr — die Spanne unterscheidet sich je nach Netzgebiet und Spannungsebene, der Wert steht in deinem Netzentgelt-Blatt. Starten dann Kompressor, Kühlhaus und Ladesäule zufällig in derselben Viertelstunde und schieben deine Spitze um 50 kW nach oben, kostet dieser eine Moment: 50 kW × 100 € = 5.000 € — jedes Jahr, bis eine niedrigere Spitze gemessen wird.
Große Verbraucher nacheinander statt gleichzeitig starten — oft reicht eine simple Anlaufverzögerung.
Kühlen, Laden, Pumpen: Vieles muss nicht genau dann laufen, wenn alles andere läuft.
Ein Batteriespeicher fängt die Viertelstunde ab, in der sonst alles zusammenkommt.
Wer seine Viertelstunden-Werte live sieht, erkennt die Spitze, bevor sie im Jahresmaximum steht.
Du brauchst zwei Dinge: deinen Viertelstunden-Lastgang (bekommst du vom Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber — er gehört dir) und deinen Leistungspreis (steht auf der Netzentgelt-Seite deiner Rechnung). Höchste Viertelstunde × Leistungspreis = das, was deine Spitze dich pro Jahr kostet. Alles darunter ist dein Sparpotenzial.
Kostenlose Erstanalyse: Wir zeigen dir, wann deine Spitze entsteht, was sie kostet und welcher Hebel sich bei dir zuerst rechnet.