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Energiekosten Sparen durch Dynamische Strompreise: Eine Anleitung für den Alltag

Stromfee Redaktion · 9. Januar 2024

In einer Welt, in der Energiekosten stetig steigen, wird die intelligente Nutzung von Energie immer wichtiger. Eine Möglichkeit, um Energiekosten effektiv zu senken, ist die Ausnutzung dynamischer Strompreise. Diese Preise ändern sich basierend auf Angebot und Nachfrage und bieten somit die Möglichkeit, bei niedrigen Preisen Strom zu verbrauchen und Kosten zu sparen. Doch wie lässt sich dies im Alltag umsetzen? Dieser Artikel führt Sie durch die verschiedenen Aspekte der Nutzung dynamischer Strompreise und zeigt auf, bei welchen Geräten im Haushalt sich dies besonders lohnt.

Zunächst ist es wichtig, das Konzept der dynamischen Strompreise zu verstehen. Im Gegensatz zu festen Tarifen variieren diese Preise im Laufe des Tages. Zu Spitzenlastzeiten, wenn viele Haushalte und Unternehmen Strom verbrauchen, steigen die Preise. In Zeiten geringerer Nachfrage, etwa nachts, sind die Preise niedriger. Durch das Ausrichten des Energieverbrauchs auf diese günstigen Zeiten können erhebliche Kosten eingespart werden.

Nicht jedes Gerät in Ihrem Haushalt eignet sich gleichermaßen für die Nutzung zu günstigen Stromzeiten. Um maximale Einsparungen zu erzielen, sollten Sie sich auf Geräte mit hohem Energieverbrauch konzentrieren, deren Nutzung zeitlich flexibel ist.

Waschmaschinen und Geschirrspüler: Diese Geräte verbrauchen viel Energie und sind ideal für den Betrieb in Niedrigpreisphasen. Viele moderne Maschinen bieten eine Startzeitvorwahl, mit der Sie die Nutzung auf günstige Zeiten legen können.

Trockner: Trockner sind ebenfalls große Energieverbraucher. Nutzen Sie diese vorzugsweise in den Abendstunden oder nachts, um von niedrigen Strompreisen zu profitieren.

Elektroboiler: Diese Geräte können viel Strom verbrauchen, um Wasser zu erhitzen. Planen Sie das Aufheizen des Wassers für Zeiten, in denen die Strompreise niedrig sind.

Elektrofahrzeuge: Das Laden von Elektroautos kann besonders viel Strom verbrauchen. Laden Sie Ihr Fahrzeug daher bevorzugt über Nacht.

Heizungspumpen und Klimaanlagen: Bei diesen Systemen können Sie die Laufzeiten anpassen, um sie hauptsächlich während der günstigen Stromphasen zu nutzen.

Das "Stromfee Tagebuch" ist ein effektives Werkzeug, um Ihren Stromverbrauch zu überwachen und zu optimieren. Es hilft Ihnen, Verbrauchsgewohnheiten zu analysieren und anzupassen. Mit diesem Tagebuch können Sie festhalten, wann Sie welche Geräte nutzen und wie dies mit den variablen Strompreisen zusammenhängt.

Um die Vorteile dynamischer Strompreise voll auszuschöpfen, gibt es einige praktische Tipps, die Sie im Alltag umsetzen können:

Vorausplanen: Nutzen Sie die Startzeitvorwahl bei Ihren Haushaltsgeräten, um sie in Zeiten niedriger Strompreise laufen zu lassen.

Preise im Auge behalten: Achten Sie auf die aktuellen Strompreise und passen Sie Ihren Verbrauch entsprechend an.

Investition in Smart Home Lösungen: Intelligente Steckdosen und programmierbare Haushaltsgeräte können Ihnen helfen, Ihren Energieverbrauch effizienter zu gestalten.

Energieeffizienz im Fokus: Investieren Sie in energieeffiziente Geräte. Diese verbrauchen nicht nur weniger Strom, sondern helfen Ihnen auch, langfristig Geld zu sparen.

Um das volle Potenzial dynamischer Strompreise auszuschöpfen, sollten Sie folgende Schritte in Betracht ziehen:

Analyse des Stromverbrauchs: Verwenden Sie das "Stromfee Tagebuch", um Ihren aktuellen Energieverbrauch zu verstehen und Bereiche zu identifizieren, in denen Sie Einsparungen erzielen können.

Optimierung der Gerätenutzung: Passen Sie die Nutzungszeiten Ihrer Geräte an die Strompreise an. Planen Sie beispielsweise das Waschen und Trocknen Ihrer Wäsche für Zeiten mit niedrigen Strompreisen.

Investition in technologische Lösungen: Überlegen Sie, ob Smart Home Geräte wie intelligente Thermostate oder programmierbare Steckdosen für Sie eine sinnvolle Investition darstellen könnten.

Regelmäßiges Überprüfen der Strompreise: Bleiben Sie informiert über aktuelle Strompreise und passen Sie Ihren Verbrauch entsprechend an.

Die Nutzung dynamischer Strompreise bietet eine hervorragende Möglichkeit, Energiekosten zu senken und gleichzeitig umweltfreundlicher zu leben. Durch die gezielte Nutzung energieintensiver Haushaltsgeräte in Zeiten niedriger Preise und die Unterstützung durch das "Stromfee Tagebuch" können Sie nicht nur Geld sparen, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

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Häufige Fragen

Was ermöglicht die Ausnutzung dynamischer Strompreise?

Dynamische Strompreise ermöglichen es, bei niedrigen Preisen Strom zu verbrauchen und somit Energiekosten zu senken.

Worauf basieren dynamische Strompreise?

Dynamische Strompreise ändern sich basierend auf Angebot und Nachfrage.

Warum wird die intelligente Nutzung von Energie immer wichtiger?

Die intelligente Nutzung von Energie wird immer wichtiger, da die Energiekosten stetig steigen.

Was bietet die Stromfee neben Informationen zu dynamischen Strompreisen?

Stromfee bietet Monitoring, Energiemonitoring, Lastspitzenmanagement und weitere Dienstleistungen rund um Energie.

Strompreise im Tagesverlauf: wann der Strom teuer und wann er billig ist

Was der Tagesverlauf der Strompreise überhaupt zeigt

Der Tagesverlauf ist die Kurve des Börsenstrompreises über 24 Stunden — am Day-Ahead-Markt (EPEX SPOT) für die Gebotszone DE/LU. Seit dem 1. Oktober 2025 wird dieser Markt in 15-Minuten-Abschnitten gehandelt, der Tag hat also 96 Preisstufen statt 24. Der Preis für jeden Abschnitt steht bereits am Vortag fest: Die Auktion schließt um 12:00 Uhr, danach kennst du alle Werte für den kommenden Tag. Das ist der entscheidende Punkt für dich — du planst nicht ins Blaue, sondern gegen eine fertige Kurve. Angegeben wird sie meist in ct/kWh, an der Börse selbst in €/MWh (100 €/MWh = 10 ct/kWh). Der Wert ist der reine Börsenpreis; Netzentgelt, Steuern, Umlagen und Lieferantenmarge kommen bei deinem Tarif obendrauf und ändern sich im Tagesverlauf nicht mit.

Das typische Tagesmuster: zwei Spitzen, ein Mittagstal

Die Kurve folgt der Residuallast — also dem Verbrauch minus dem, was Sonne und Wind gerade liefern. Daraus ergibt sich an sonnigen Tagen ein wiederkehrendes Muster: Nachts (etwa 0 bis 5 Uhr) ist der Verbrauch am niedrigsten, der Preis ebenfalls. Morgens steigt er mit dem Anlaufen von Betrieben und Haushalten steil an. Um die Mittagszeit drückt die PV-Einspeisung den Preis wieder nach unten — an sonnenreichen Tagen bis unter null, sogenannte Negativpreise. Am Abend kippt es: Die Sonne geht weg, der Verbrauch bleibt hoch, und zwischen etwa 18 und 21 Uhr entsteht die teuerste Phase des Tages. Wichtig für dich: Das ist ein Muster, keine Garantie. An trüben, windstillen Wintertagen fehlt das Mittagstal komplett, und die Kurve hat nur eine breite Hochpreisphase. Deshalb gilt Regel eins — schau dir die tatsächliche Kurve des jeweiligen Tages an, statt nach Faustformel zu schalten.

So liest du den Tagesverlauf und nutzt ihn

In drei Schritten: Erstens die Spanne bestimmen — Minimum, Durchschnitt und Maximum des Tages. Nur wenn der Abstand zwischen billigster und teuerster Stunde groß genug ist, lohnt sich das Verschieben überhaupt. Zweitens den günstigsten zusammenhängenden Block suchen, der zur Laufzeit deines Geräts passt: Eine Waschmaschine braucht rund zwei Stunden, ein E-Auto lädt über Nacht mehrere Stunden — du suchst also nicht den einen billigsten Viertelstundenwert, sondern das billigste Fenster passender Länge. Drittens nur das verschieben, was zeitlich beweglich ist: Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Wallbox, Warmwasserspeicher, Batteriespeicher. Kühlschrank, Licht und Router laufen ohnehin durch. Voraussetzung für die Abrechnung nach diesem Verlauf ist ein dynamischer Tarif (seit 1.1.2025 muss ihn jeder Lieferant nach §41a EnWG anbieten) plus ein intelligentes Messsystem, das viertelstundengenau misst. Ohne beides siehst du die Kurve zwar, wirst aber nach Standardlastprofil abgerechnet — dein Verschieben landet dann nicht auf der Rechnung.

Wann ist Strom im Tagesverlauf am günstigsten?

In der Regel nachts zwischen etwa 0 und 5 Uhr sowie mittags an sonnenreichen Tagen, wenn die PV-Einspeisung hoch ist. Am teuersten ist es meist morgens beim Hochfahren und abends zwischen etwa 18 und 21 Uhr. Diese Zeitfenster verschieben sich aber mit Wetter und Jahreszeit — im Winter fehlt das Mittagstal oft ganz. Verlass dich deshalb auf die veröffentlichte Kurve des konkreten Tages, nicht auf eine feste Uhrzeit.

Wo sehe ich den Strompreis-Tagesverlauf für morgen?

Die Day-Ahead-Preise für den Folgetag stehen nach dem Auktionsschluss um 12:00 Uhr fest und werden kurz danach veröffentlicht — als Rohdaten über die ENTSO-E Transparenzplattform, aufbereitet in ct/kWh über Strompreis-Übersichten und die Apps der dynamischen Tarifanbieter. Du hast damit ab dem frühen Nachmittag alle 96 Viertelstundenwerte des nächsten Tages und kannst Waschmaschine, Wallbox oder Speicher am Vorabend einplanen.

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