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Biogas-BHKW-Förderung: Welche Zuschüsse gibt es?

🎬 KI-gestütztes BHKW-Monitoring — Stromfee
Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Biogas-BHKW-Förderung: Welche Zuschüsse gibt es?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)

Dein Biogas-BHKW wird in Deutschland vor allem über das EEG gefördert – für den Strom, nicht für den Motor selbst. Dazu kommen ein Flexibilitätszuschlag für flexiblen Betrieb und Förderprogramme für die Wärmenutzung. Hier bekommst du den Überblick, welcher Topf für dich zählt.

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Die kurze Antwort: So läuft die Förderung

Der Kern der Biogas-BHKW-Förderung ist die gleitende Marktprämie nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz): Du vermarktest deinen Strom an der Börse und bekommst die Differenz zu einem festgelegten Vergütungswert obendrauf. Gefördert wird also die eingespeiste Kilowattstunde – das BHKW als Gerät selbst wird nicht bezuschusst. Für Neu- und Bestandsanlagen ab einer bestimmten Größe wird dieser Wert seit dem EEG 2017 über Ausschreibungen der Bundesnetzagentur ermittelt, nicht mehr per fester Einspeisevergütung.

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Biogas — Stromfee (KI-Bild)
EEG-Vergütung: fester Wert oder Ausschreibung

Ob du eine feste Vergütung erhältst oder in die Ausschreibung musst, hängt an der Leistung deiner Anlage und dem Inbetriebnahmedatum. Kleine Anlagen können unter Umständen noch eine anzulegende Wert per Gesetz erhalten, größere Biogasanlagen bieten in den Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur um einen Zuschlag. Prüfe den für dich gültigen EEG-Stand, da sich Schwellen und Höchstwerte mit den Novellen ändern. Verlass dich hier nicht auf alte Faustwerte, sondern hol dir die aktuelle Fassung.

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Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Flexibilitätszuschlag: Geld fürs flexible Fahren

Wenn dein BHKW nicht durchläuft, sondern dann Strom liefert, wenn er knapp und teuer ist, honoriert das EEG das mit dem Flexibilitätszuschlag. Er wird je Kilowatt bereitgestellter flexibler Leistung pro Jahr gezahlt und lohnt sich vor allem, wenn du Überkapazität (Motor + Gasspeicher + ggf. Wärmespeicher) installierst. Genau hier setzt ein intelligenter Fahrplan an: Statt Grundlast rund um die Uhr fährst du dann, wenn der Strompreis oben ist – das steigert den Erlös zusätzlich zum Zuschlag.

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Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Wärme fördern: BEW, BEG & KWKG

Die Wärme aus deinem BHKW kann eigene Förderungen anstoßen. Speist du in ein Wärmenetz ein, ist die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) über das BAFA relevant. Für Gebäudeheizung greifen die Programme der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) über BAFA und KfW. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) fördert KWK-Strom grundsätzlich ebenfalls – für Biogasanlagen, die schon EEG-Vergütung ziehen, ist eine Doppelförderung derselben Kilowattstunde aber ausgeschlossen. Kläre die Abgrenzung vor Antragstellung.

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Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Anschlussförderung nach 20 Jahren

Die anfängliche EEG-Vergütung läuft 20 Jahre. Danach fällt deine Anlage nicht automatisch aus der Förderung: Bestandsanlagen können sich in speziellen Ausschreibungen um eine Anschlussvergütung bewerben und weiterlaufen. Das ist der entscheidende Punkt für viele ältere Biogasanlagen – ohne erfolgreiches Gebot droht der wirtschaftliche Aus-Punkt. Plane den Wechsel früh, denn die Umrüstung auf flexiblen, hochflexiblen Betrieb ist meist Voraussetzung für ein tragfähiges Gebot.

Sonderfall Gülle-Kleinanlagen

Betreibst du eine kleine, überwiegend güllebasierte Anlage bis 150 kW, gibt es dafür im EEG einen eigenen Vergütungspfad mit gesondertem anzulegendem Wert. Das ist attraktiv für landwirtschaftliche Betriebe mit eigenem Substrat aus der Tierhaltung. Auch hier gelten Mindestanteile beim eingesetzten Material und Größengrenzen – prüfe die genauen Voraussetzungen des jeweils gültigen EEG, bevor du planst.

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Biogas-BHKW-Förderung: Welche Zuschüsse gibt es – und wie kommst du dran?

Die zentrale Förderung für dein Biogas-BHKW läuft über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Für den eingespeisten Strom bekommst du eine Vergütung bzw. Marktprämie, die du bei größeren Anlagen über die EEG-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur ersteigerst. Dazu kommt der Flexibilitätszuschlag, wenn du dein BHKW flexibel – also stromgeführt statt durchlaufend – fährst und dafür zusätzliche Leistung bereithältst. Für die Wärmeseite gibt es eigene Töpfe: Speist du die BHKW-Abwärme in ein Wärmenetz ein, greifen Programme zur Nah- und Fernwärme (Bundesförderung effiziente Wärmenetze), und Investitionen lassen sich häufig über zinsgünstige KfW-Kredite gegenfinanzieren. Wichtig: Eine pauschale „BHKW-Prämie" gibt es nicht – gefördert werden konkret Stromvergütung, Flexibilität und Wärmenutzung, jeweils mit eigenen Regeln.

So gehst du vor: Erstens prüfst du deinen EEG-Anspruch – Anlage im Marktstammdatenregister eingetragen, Inbetriebnahme- bzw. Ausschreibungsstatus geklärt, denn ob du in eine Ausschreibung musst, hängt von Leistung und Inbetriebnahmejahr ab. Zweitens klärst du, ob sich Flexibilisierung lohnt: Mehr installierte Leistung plus Wärmespeicher können den Flexibilitätszuschlag und höhere Erlöse an der Strombörse erschließen. Drittens sicherst du dir die Wärmeförderung, bevor du baust – viele Zuschüsse setzen voraus, dass der Antrag vor Vorhabenbeginn gestellt ist; das gilt besonders beim Umbau zum Wärmenetz-Einspeiser. Weil sich Fördersätze, Ausschreibungsvolumina und Fristen regelmäßig ändern, prüfst du die aktuellen Konditionen vor jeder Entscheidung bei Bundesnetzagentur, BAFA und KfW nach – und rechnest deinen Fall konkret durch, statt dich auf allgemeine Beträge zu verlassen.

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