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Umweltüberwachung im Stall: Netatmo-Sensoren und das Stromfee-Tagebuch in der Tierzucht

Stromfee Redaktion · 19. Juni 2026
ThemenseiteEnergiemonitoring →

TL;DR: Netatmo-Sensoren erfassen Temperatur, Luftfeuchte, CO2 und Lärm im Stall und übertragen die Daten per MQTT ins Stromfee-Tagebuch. Landwirte erhalten damit eine kontinuierliche, archivierte Übersicht der Umgebungsbedingungen – ohne manuelles Ablesen.

▶ Monitoring-Systeme in der Praxis: Sensordaten, MQTT und das Stromfee-Tagebuch Aus der Stromfee-Mediathek.
Monitoring-Dashboard für Stalldaten mit Temperatur- und CO2-Verlauf
Monitoring-Dashboard für Stalldaten mit Temperatur- und CO2-Verlauf

Welche Parameter im Stall tatsächlich relevant sind

In der Tierzucht bestimmen wenige physikalische Größen maßgeblich das Wohlbefinden der Tiere und die Qualität der Aufzuchtbedingungen: Temperatur, relative Luftfeuchte, CO2-Konzentration und Lärmpegel. Ein zu hoher CO2-Gehalt deutet auf unzureichende Belüftung hin, übermäßiger Lärm kann auf Stress in der Herde hinweisen, und zu feuchte Luft begünstigt Atemwegserkrankungen.

Netatmo-Sensoren decken genau diese Parameter ab. Sie sind für den Innenbereich konzipiert, lassen sich einfach montieren und liefern Messwerte in kurzen Intervallen. Für den Stalleinsatz sind robuste Montage und ausreichend WLAN-Abdeckung Voraussetzung.

MQTT-Anbindung und das Stromfee-Tagebuch

Das Stromfee-Tagebuch ist ein zentrales Monitoring-System, das Sensordaten aus unterschiedlichen Quellen über das MQTT-Protokoll empfängt und speichert. MQTT ist ein schlankes Publish-Subscribe-Protokoll, das sich für Umgebungen mit vielen Sensoren und begrenzter Bandbreite bewährt hat.

Die Netatmo-Sensoren werden über eine lokale Bridge oder einen Middleware-Dienst an einen MQTT-Broker angebunden. Von dort werden die Messwerte ins Stromfee-Tagebuch geschrieben, wo sie mit Zeitstempel archiviert und auswertbar sind. Der Datenpfad läuft vollständig im lokalen Netz – eine Cloud-Abhängigkeit des Sensors ist technisch entkoppelt.

Langzeitauswertung und Mustererkennung

Der wesentliche Vorteil einer dauerhaften Datenerfassung liegt in der Langzeitbetrachtung. Einzelmessungen sind wenig aussagekräftig; erst die historische Zeitreihe zeigt, ob ein Stall regelmäßig nachts zu warm wird, ob CO2-Peaks zu bestimmten Tageszeiten auftreten oder ob die Belüftungsanlage saisonal unterschiedlich reagiert.

Das Stromfee-Tagebuch ermöglicht es, Messwerte über Wochen und Monate zu vergleichen. Betreiber können so nachvollziehen, wann und unter welchen äußeren Bedingungen kritische Werte auftreten – und gezielte technische Maßnahmen ableiten, etwa eine Anpassung der Lüftungssteuerung oder eine Überprüfung der Heizungsregelung.

Stolperfallen aus der Praxis

Fazit

Die Kombination aus Netatmo-Sensoren und dem Stromfee-Tagebuch bietet Landwirtschaftsbetrieben eine praktikable Lösung zur kontinuierlichen Stallüberwachung. Die Integration über MQTT ist technisch erprobt und ermöglicht eine lückenlose Datenarchivierung. Voraussetzung für einen zuverlässigen Betrieb sind eine solide WLAN-Infrastruktur, robuste Sensorgehäuse und eine sorgfältig konfigurierte Datenübertragung. Wer diese Grundlagen sicherstellt, erhält eine belastbare Datenbasis für fundierte Betriebsentscheidungen.

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FAQ

Welche Messgrößen liefern Netatmo-Sensoren im Stall?

Netatmo-Innenraumsensoren messen Temperatur, relative Luftfeuchte, CO2-Konzentration, Luftdruck und Lärmpegel. Im Stallbetrieb sind vor allem CO2 und Luftfeuchte als Indikatoren für Belüftungsqualität und Gesundheitsrisiken relevant.

Wie werden die Sensordaten ins Stromfee-Tagebuch übertragen?

Die Übertragung erfolgt über das MQTT-Protokoll. Eine lokale Bridge-Software liest die Netatmo-Messwerte aus und publiziert sie an einen MQTT-Broker. Das Stromfee-Tagebuch abonniert diese Daten und speichert sie mit Zeitstempel.

Funktionieren Netatmo-Sensoren auch in feuchten Stallumgebungen?

Netatmo-Sensoren sind ursprünglich für Innenräume mit normaler Luftfeuchte konzipiert. In Ställen mit hoher Luftfeuchte empfehlen sich Schutzgehäuse und regelmäßige Sichtprüfungen, um Kondensationsschäden zu vermeiden.

Was ist der Vorteil einer Langzeitarchivierung der Stalldaten?

Erst Zeitreihen über Wochen und Monate zeigen wiederkehrende Muster, etwa nächtliche Temperaturspitzen oder CO2-Peaks zu bestimmten Tageszeiten. Diese Grundlage ermöglicht gezielte Anpassungen an Lüftung und Heizung statt reaktiver Einzelmaßnahmen.

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