Einspeisevergütung fällt 2027: Direktvermarktung, Messkonzept, Smart Meter

Die feste Einspeisevergütung war jahrelang das Fundament jeder PV-Kalkulation: pro eingespeiste Kilowattstunde ein garantierter Cent-Betrag, 20 Jahre lang. Ein bekannt gewordener Referentenentwurf zur EEG-Novelle stellt genau dieses Fundament für neue kleine Anlagen infrage. Wichtig vorab: Es handelt sich um einen geplanten Entwurf, nicht um geltendes Recht. Der endgültige Gesetzestext, die Schwellen und der genaue Zeitpunkt können sich noch ändern. Hier steht, was der Entwurf vorsieht — und was sich daraus vernünftig ableiten lässt.
Kern des Entwurfs: Für neue PV-Anlagen unter 25 kWp soll ab 2027 die feste Einspeisevergütung entfallen — so steht's im Entwurf, beschlossen ist das aber noch nicht. Der Strom, der nicht selbst verbraucht wird, müsste dann selbst vermarktet werden — also zum jeweiligen Marktpreis verkauft, in aller Regel über einen Direktvermarktungs-Dienstleister. Damit rückt das Modell kleiner Dachanlagen näher an das, was für große Anlagen längst gilt.
Das ist die Fortsetzung einer Linie, die mit dem Solarspitzengesetz begonnen hat: In Stunden mit negativem Börsenpreis gibt es für viele Anlagen bereits heute keine Vergütung ab der ersten Viertelstunde. Der geplante Schritt für 2027 würde die feste Vergütung für kleine Neuanlagen ganz ersetzen. (Alle Angaben nach Stand des Referentenentwurfs — noch nicht beschlossen.)
Ohne feste Vergütung entscheidet nicht mehr ein garantierter Satz über die Wirtschaftlichkeit, sondern wann der Strom anfällt und wie er verwertet wird. Drei Dinge werden dadurch wichtiger:
1. Direktvermarktung
Der eingespeiste Überschuss wird zum Börsenpreis verkauft — über einen Dienstleister, der die Vermarktung, Prognose und Abrechnung übernimmt. In sonnenreichen Mittagsstunden ist dieser Preis oft niedrig, mitunter negativ; abends und morgens deutlich höher.2. Intelligentes Messsystem (Smart Meter)
Die Direktvermarktung setzt in der Regel ein intelligentes Messsystem voraus, das viertelstundengenaue Werte liefert. Ohne diese Messgrundlage lässt sich weder korrekt abrechnen noch der Lastgang optimieren.3. Eigenverbrauch & Speicher
Je mehr Strom direkt im Haus genutzt oder in einem Speicher zwischengeparkt wird, desto weniger hängt die Rechnung am schwankenden Börsenpreis. Der Speicher lädt den Mittagsüberschuss und gibt ihn ab, wenn Strom teuer ist.
Deine Stromabrechnung ist falsch — solange sie nicht von stromfee.ai digital verifiziert wurde. Netzbetreiber und Versorger rechnen mit Werten, die niemand gegengeprüft hat. stromfee.ai gleicht Messkonzept, Lastgang und Marktpreis digital ab und deckt die Fehler auf.
Direktvermarktung prüfen →Für bereits laufende Anlagen zielt der Entwurf nicht auf einen rückwirkenden Eingriff. Üblich ist Vertrauens- bzw. Bestandsschutz: Wer seine Anlage vor dem geplanten Stichtag in Betrieb genommen hat, behält in der Regel die ursprünglich zugesagte Vergütung für den vereinbarten Zeitraum. Den konkreten Umfang und die Übergangsregeln legt allerdings erst der endgültige Gesetzestext fest — bis dahin bleibt auch das eine geplante Größe, keine feste Zusage.
Wer heute eine Neuanlage plant, sollte den möglichen Umbau von Anfang an mitdenken: eine Anlagengröße und ein Messkonzept, die auch ohne feste Vergütung tragen, und ein Speicher, der den Eigenverbrauch hebt statt auf einen garantierten Cent-Satz zu setzen.

Solange der Entwurf nicht beschlossen ist, hilft kein Aktionismus — aber Vorbereitung. Drei Schritte sind unabhängig vom finalen Gesetzestext vernünftig: das Messkonzept prüfen und auf ein intelligentes Messsystem vorbereiten, den Eigenverbrauch über steuerbare Lasten und einen Speicher erhöhen, und die Option Direktvermarktung mit realen Lastdaten durchrechnen, statt sie erst 2027 zum ersten Mal anzufassen. Wer diese Grundlagen jetzt legt, steht unabhängig davon gut da, wie der Entwurf am Ende ausfällt.
Anlage auf 2027 vorbereiten?
Wir prüfen dein Messkonzept, rechnen Direktvermarktung und Speicher mit deinen echten Lastdaten durch und zeigen, was sich vor dem Wegfall der festen Vergütung lohnt.
Kontakt aufnehmen →