EPEX Strompreise: Was sie sind und wie sie entstehen

EPEX-Strompreise sind die an der Strombörse EPEX SPOT gebildeten Kurzfrist-Großhandelspreise für Strom – angegeben in Euro je Megawattstunde (€/MWh). Sie entstehen aus Angebot und Nachfrage und ändern sich für jede Stunde bzw. Viertelstunde des Tages.
EPEX SPOT (European Power Exchange) ist die Börse, an der Strom für die nächsten Stunden und den nächsten Tag gehandelt wird. Der Preis gilt für eine bestimmte Lieferzeit und wird in €/MWh notiert. Willst du ct/kWh, teilst du durch 10 – 80 €/MWh sind also 8 ct/kWh (reiner Börsenpreis, ohne Netzentgelte, Steuern und Abgaben).

Die tagesaktuellen Day-Ahead-Preise werden nach der Auktion am Mittag für alle 24 Stunden des Folgetags veröffentlicht – über die EPEX-SPOT-Seite und diverse Marktdaten-Portale. Wenn du einen dynamischen Stromtarif hast, gibt dein Anbieter diese Stundenpreise meist direkt an dich weiter, oft sichtbar in dessen App.

Am Day-Ahead-Markt läuft täglich um 12:00 Uhr eine Auktion für jede Stunde des nächsten Tages; alle Gebote ergeben einen einheitlichen Preis pro Stunde (Merit-Order). Am Intraday-Markt wird danach fortlaufend bis kurz vor der Lieferung gehandelt – hier gleichen Akteure kurzfristige Prognose-Abweichungen aus, etwa wenn mehr oder weniger Wind kommt als erwartet.

Der Preis ist der Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage. Günstige Erzeuger (Wind, Sonne, deren Grenzkosten nahe null liegen) kommen zuerst zum Zug, teure Gaskraftwerke zuletzt. Viel Erneuerbare plus wenig Verbrauch (Nacht, Wochenende, sonnig-windig) drücken den Preis; hohe Nachfrage am Abend bei wenig Wind und Sonne treibt ihn nach oben.

Negative Preise entstehen, wenn sehr viel Strom aus Wind und PV ins Netz drängt und die Nachfrage niedrig ist – dann ist Weiterproduzieren für manche Anlagen günstiger als abzuschalten, und sie zahlen faktisch fürs Einspeisen. Am Day-Ahead-Markt ist die Preisuntergrenze auf −500 €/MWh festgelegt. In solchen Stunden bekommst du mit einem dynamischen Tarif Strom besonders billig.
Der EPEX-Preis ist nur der Börsenanteil deiner Rechnung – Netzentgelte, Umlagen und Steuern kommen obendrauf. Mit einem dynamischen Tarif kannst du flexible Verbraucher (Wärmepumpe, E-Auto, Speicher) gezielt in günstige oder negative Stunden legen. Für Anlagenbetreiber sind negative Stunden dagegen relevant, weil die Einspeisevergütung dann entfallen kann.
Als EPEX-Strompreise bezeichnet man die Börsenpreise für Strom, die an der EPEX SPOT entstehen – der Strombörse für Deutschland und weite Teile Europas. Gehandelt wird dort nicht in Cent pro Kilowattstunde wie auf deiner Stromrechnung, sondern in Euro pro Megawattstunde (EUR/MWh). Zwei Märkte sind dabei entscheidend: der Day-Ahead-Markt, in dem am Vortag einmal täglich ein Preis für jede Stunde des Folgetags festgelegt wird, und der Intraday-Markt, in dem der Handel bis kurz vor der Lieferung in 15-Minuten-Blöcken (MTU) weiterläuft. Der EPEX-Preis ist also kein fester Tarif, sondern ein Marktpreis, der sich Stunde für Stunde – und im Intraday sogar viertelstündlich – ändert.
Wie der Preis konkret entsteht: An der Börse geben Erzeuger Verkaufsangebote und Versorger Kaufgebote ab. Der Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage legt für jede Stunde den einheitlichen Marktpreis fest (Merit-Order-Prinzip). Deshalb sind EPEX-Preise hoch, wenn viel Strom gebraucht wird und wenig Wind und Sonne einspeisen, und niedrig, wenn viel erneuerbarer Strom im Netz ist. Bei Überangebot kann der Preis sogar unter null fallen – dann spricht man von negativen Strompreisen, bei denen Abnehmer fürs Verbrauchen vergütet werden. Genau diese EPEX-Spotpreise sind die Grundlage für dynamische Stromtarife und für die Erlöse von Batteriespeichern, die günstig laden und teuer entladen. Wichtig für dich: Was du privat zahlst, liegt über dem reinen Börsenpreis, weil Netzentgelte, Steuern und Abgaben noch obendraufkommen.
Der EPEX-Strompreis ist der Preis, zu dem eine Megawattstunde Strom an der Strombörse EPEX SPOT gehandelt wird – für Deutschland in der Marktzone DE/LU und angegeben in Euro pro Megawattstunde (€/MWh). "EPEX" steht für European Power Exchange, die Börse mit Sitz in Paris, an der Erzeuger und Händler kurzfristig Strom kaufen und verkaufen. Es gibt keinen einzelnen "den" EPEX-Preis, sondern für jede Stunde – im Intraday-Handel sogar für jede 15-Minuten-Einheit (MTU) – einen eigenen Preis. Genau das meinst du, wenn du beim dynamischen Stromtarif von "Börsenstrompreis" oder "Spotpreis" hörst.
Der Preis entsteht durch Angebot und Nachfrage: Im Day-Ahead-Auktion werden am Vortag alle Gebote für die 24 Stunden des Folgetags zusammengeführt, der Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve legt für jede Stunde den einheitlichen Marktpreis fest. Deshalb schwankt der EPEX-Preis stark über den Tag – teuer, wenn viel Nachfrage auf wenig Wind- und Solarstrom trifft, günstig oder sogar negativ, wenn erneuerbarer Strom im Überfluss einspeist. Negative Preise sind kein Fehler, sondern echte Marktsignale: In der Grundlogik zahlst du dann für den Verbrauch nichts, sondern bekommst rechnerisch Geld. Ob dieser Börsenpreis am Ende auf deiner Rechnung landet, hängt davon ab, ob du einen dynamischen Tarif hast – Netzentgelte, Steuern und Abgaben kommen zum reinen EPEX-Preis noch obendrauf.
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