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Negative Strompreise: Was sagt die Prognose?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Negative Strompreise: Was sagt die Prognose?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Du willst wissen, wann Strom wieder ins Minus rutscht und wohin der Trend geht. Hier bekommst du die Zahlen und die Faktoren, die die Prognose bestimmen – direkt, ohne Umschweife.

Kurz-Antwort: Der Trend zeigt klar nach oben

Negative Strompreise nehmen strukturell zu. In Deutschland zählen wir 2026 bis jetzt schon 390 Negativstunden (eigene ENTSO-E-Auswertung), der Tiefstwert lag bei −500 €/MWh – dem regulatorischen Boden an der EPEX SPOT. Solange der Zubau von Solar und Wind schneller wächst als Speicher und flexible Verbraucher, steigt die Zahl der Negativstunden von Jahr zu Jahr weiter.

Negative Strompreise: Was sagt die Prognose?
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Wann treten negative Preise auf?

Immer dann, wenn viel wetterabhängiger Strom auf wenig Nachfrage trifft: sonnige, windige Mittagsstunden, Feiertage, Wochenenden, Brückentage. Die Prognose für einen konkreten Tag kannst du selbst grob abschätzen – schau auf die Wetter- und Einspeiseprognose (viel PV + viel Wind + niedrige Last = hohes Risiko fürs Minus). Kurzfrist-Prognosen für den Folgetag liefern die Day-Ahead-Auktionen mittags.

Negative Strompreise: Was sagt die Prognose?
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Was treibt die Prognose bis 2027 und darüber hinaus?

Drei Hebel bestimmen die Richtung: 1) PV- und Windzubau (treibt Negativstunden hoch), 2) Batteriespeicher und flexible Großverbraucher (dämpfen sie), 3) das Solarspitzengesetz / §51 EEG, das Neuanlagen bei negativen Preisen die Vergütung streicht und so Einspeise-Anreize kappt. Solange Punkt 1 vorne liegt, bleibt der Trend steigend – das ist geplant abzuflachen, sobald Speicher massiv zubauen.

Negative Strompreise: Was sagt die Prognose?
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Wie zuverlässig sind Prognosen überhaupt?

Kurzfrist (1–2 Tage) ist gut prognostizierbar, weil Wetter- und Lastmodelle greifen. Jahres- und Mehrjahresprognosen zeigen nur die Richtung, keine exakten Stundenzahlen – zu viele Unbekannte (Wetterjahr, Zubautempo, Netzausbau). Vorsicht bei Anbietern, die dir Prognose-Genauigkeiten über 90 % versprechen: Bei Strompreisen ist das fast immer ein Rechen- oder Marketing-Artefakt.

Negative Strompreise: Was sagt die Prognose?
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Was heißt das für dich konkret?

Hast du eine PV-Anlage oder einen Speicher: Negativstunden sind kein Verlust, sondern eine Chance. Ein Batteriespeicher lädt genau dann günstig (oder bei Minus sogar bezahlt) und verkauft in den Abendspitzen teuer. Als Verbraucher mit dynamischem Tarif verlagerst du Wärmepumpe, E-Auto-Laden oder Waschmaschine in die Minus-Stunden und sparst real. Die Prognose wird für dich damit vom Risiko zum Fahrplan.

🎬 Betrieb in Negativstunden
Negative Strompreise: Wie zuverlässig ist die Prognose?

Eine Prognose negativer Strompreise sagt vorher, wann der Börsenstrompreis unter null Euro fällt. Am belastbarsten ist der kurzfristige Blick: Die Day-Ahead-Auktion an der EPEX SPOT legt die Stundenpreise für den Folgetag bereits am Vortag gegen Mittag fest — für die nächsten rund 12 bis 36 Stunden kennst du die Negativstunden also praktisch sicher, nicht als Schätzung, sondern als feststehenden Auktionspreis. Alles darüber hinaus ist echte Prognose: Sie stützt sich auf Wetter- und Einspeisemodelle für PV und Wind, die erwartete Netzlast und den verfügbaren Kraftwerkspark. Negative Preise entstehen dann, wenn viel Sonne und Wind auf eine niedrige Nachfrage treffen und unflexible Erzeuger nicht schnell genug herunterfahren.

Kurz gesagt: Ja, negative Strompreise lassen sich prognostizieren — aber die Treffsicherheit sinkt mit dem Zeithorizont. Für den nächsten Tag ist die Prognose faktisch der bereits feststehende Auktionspreis; für die kommende Woche liefern Wettermodelle nur Wahrscheinlichkeiten; für Monate oder Jahre lässt sich lediglich der Trend abschätzen. Und dieser Trend zeigt klar nach oben: In Deutschland zählte unsere ENTSO-E-Auswertung 2026 bis jetzt bereits 409 Stunden mit negativen Preisen, mit einem Tiefstwert von -500 EUR/MWh. Mit jedem weiteren Zubau von PV und Wind werden sonnige, windige Schwachlast-Zeiten wie Mittag, Wochenende und Feiertage häufiger negativ. Die grobe Richtung ist also gut vorhersagbar — die exakte Stunde aber erst im kurzfristigen Fenster.

Negative Strompreise 2026 – die Übersicht auf einen Blick

Negative Strompreise entstehen an der Strombörse (EPEX SPOT) immer dann, wenn zu viel Strom im Netz ist und zu wenig Nachfrage gegenübersteht – typischerweise an sonnigen, windigen Stunden mitten am Tag oder in der Nacht. Statt Geld für den Strom zu bekommen, musst du in diesen Stunden draufzahlen, wenn du einspeist: Der Preis fällt unter null. Für dich als Anlagenbetreiber heißt das konkret, dass Erzeugung genau dann am wenigsten wert ist, wenn ohnehin am meisten davon da ist – Solarspitzen mittags sind der Klassiker.

Und wie sieht die Übersicht für 2026 aus? In Deutschland zählen wir bis Mitte 2026 (Stand Juli, eigene ENTSO-E-Auswertung) bereits 409 Stunden mit negativem Day-Ahead-Preis, der tiefste Wert lag bei -500 €/MWh. Die klare Antwort lautet also: Ja, negative Strompreise sind 2026 längst Alltag und keine Ausnahme mehr – der Trend zeigt nach oben, weil immer mehr Solar- und Windleistung ans Netz geht. Für dich zählt daraus vor allem eins: In genau diesen Stunden lohnt es sich, Einspeisung zu vermeiden oder Strom zwischenzuspeichern, statt ihn zum Minuspreis abzugeben.

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