Loxone und Batteriesysteme: Fortschritt in der Rehabilitationseinrichtung

Du willst wissen, was es bringt, einen Batteriespeicher an eine Loxone-Gebäudesteuerung zu koppeln – gerade in einer Reha-Einrichtung mit vielen sensiblen Verbrauchern. Kurz: Loxone übernimmt die Steuerung von Licht, Heizung, Lüftung und Lasten, der Batteriespeicher puffert PV-Strom und stützt Verbraucher – zusammen senkt das Stromkosten und erhöht die Versorgungssicherheit.
Loxone ist die Gebäudeautomation (Miniserver), die Licht, Beschattung, Heizung, Lüftung und einzelne Lasten schaltet. Der Batteriespeicher (BESS) speichert überschüssigen PV-Strom und gibt ihn ab, wenn Bedarf da ist. Wenn du beides koppelst, entscheidet die Steuerung nicht mehr nur nach Uhrzeit, sondern nach tatsächlichem Ladezustand und Verbrauch – der Speicher wird gezielt geladen und entladen, statt blind ins Netz zu speisen.

Prüfe zuerst die Schnittstelle deines Wechselrichters bzw. Speichers: Viele Geräte sprechen Modbus TCP oder SunSpec, manche bieten eine REST-/HTTP-API. Loxone liest Werte per Modbus- oder HTTP-Eingang ein (z. B. Ladezustand, Lade-/Entladeleistung) und kann Sollwerte zurückschreiben. Wichtig aus der Praxis: Ein Loxone-Slider kann einen Sollwert zwar setzen, aber ohne verdrahteten Modbus-Ausgang landet er nicht am Wechselrichter – die Schreibkette muss vollständig konfiguriert sein, sonst ignoriert das Gerät den Befehl.

Eine Reha-Einrichtung hat konstante Grundlasten (Warmwasser, Lüftung, Therapietechnik, Aufzüge) und braucht planbaren, komfortablen Betrieb. Mit Loxone automatisierst du Raumklima und Beleuchtung patientengerecht, mit dem Speicher deckst du Lastspitzen aus Eigenstrom ab. Achte darauf, tatsächlich sicherheitsrelevante Verbraucher separat zu betrachten – ein Standard-Batteriespeicher ersetzt keine geprüfte Notstrom-/USV-Lösung für medizinisch kritische Technik.

Lade den Speicher bevorzugt aus eigener PV statt aus dem Netz und entlade ihn in die Verbrauchsspitzen der Einrichtung. Loxone kann Verbraucher zeitlich verschieben (z. B. Warmwasserbereitung, Ladepunkte, Umwälzpumpen), wenn der Speicher voll ist oder PV-Überschuss anliegt. Das erhöht den Eigenverbrauchsanteil und reduziert teuren Netzbezug in Spitzenzeiten – die genauen Einsparungen hängen von Anlagengröße, Lastprofil und Tarif ab und sollten mit deinen echten Messdaten gerechnet werden.

Lass Loxone die Kennzahlen von Speicher und PV mitloggen (Ladezustand, Bezug, Einspeisung, Eigenverbrauch) und über die Visualisierung oder eine angebundene Datenbank sichtbar machen. So siehst du, ob die Anlage wirklich das tut, was geplant war, und kannst Regeln nachschärfen. Ohne Monitoring bleibt jede Ersparnis eine Behauptung – erst die gemessenen Werte zeigen den tatsächlichen Fortschritt.
Kläre vorab Schnittstelle und Register-Belegung des Speichers, plane die Schreibpfade vollständig (nicht nur Anzeige-Slider) und trenne komfort- von sicherheitsrelevanten Lasten. Prüfe außerdem, ob dein Wechselrichter eine dynamische Leistungsvorgabe erlaubt und ob Gewährleistung bzw. Herstellerfreigabe die externe Ansteuerung zulassen. Lass Fachplanung und Elektrofachkraft die medizinisch genutzten Bereiche bewerten.
→ Vertiefung: Energiemessung mit Loxone: Modbus-Zähler auslesen
Loxone Batteriespeicher an der Strombörse: Strom-Status der Netzwerk-Geräte abrufen
Willst du deinen Loxone Batteriespeicher nach der Strombörse steuern, brauchst du zwei Bausteine: die Börsenpreise als Datenquelle und eine Logik, die daraus Lade-/Entlade-Zeitfenster macht. Die Börse ist der EPEX-Spot-Day-Ahead-Markt – dort werden am Vortag (Auktion mittags, meist gegen 12:45 Uhr) die Strompreise für jede Stunde des Folgetags festgelegt, mittlerweile teils in 15-Minuten-Slots. Diese Preise beziehst du in Loxone über einen Virtuellen HTTP-Eingang (REST/JSON) von einem dynamischen Tarif-Anbieter oder einer Preis-API. Ein Merker vergleicht den aktuellen Slot mit dem Tagesdurchschnitt oder einem Schwellwert: Ist der Preis niedrig, gibt der Miniserver den Ladebefehl an den Wechselrichter, ist er hoch, wird entladen statt Netz zu beziehen. So kaufst du günstig ein und deckst die teuren Stunden aus dem Akku.
Damit die Steuerung nicht blind arbeitet, muss Loxone den Live-Status der Geräte kennen, die im Netzwerk hängen. Der Miniserver liest Speicher, Wechselrichter und Zähler über das lokale Netz aus – typischerweise per Modbus TCP (die Loxone Modbus-Extension pollt die Geräte-IP), alternativ über KNX, das Loxone-Tree-/Air-Bussystem oder einen Virtuellen HTTP-Eingang, wenn das Gerät eine eigene REST-Schnittstelle hat. Ausgelesen werden Werte wie Ladezustand (SoC in Prozent), aktuelle Lade-/Entladeleistung, PV-Erzeugung und Netzbezug/-einspeisung in Watt. In Loxone Config legst du dafür je Register einen Eingang an; die Werte laufen als analoge Signale in die Logik und lassen sich in der Loxone-App als Live-Status anzeigen. Erst mit diesen Ist-Daten kann der Speicher gezielt statt zeitgesteuert reagieren.
Prüfe zuerst, ob dein Wechselrichter bzw. Speicher Modbus TCP oder eine offene API im gleichen Netzwerk-Segment wie der Miniserver bereitstellt und ob der Hersteller eine Register-Liste veröffentlicht – ohne diese Doku kennst du die Adressen der Statuswerte nicht. Gib den Geräten feste IP-Adressen, damit die Abfrage stabil bleibt. Für die Börsen-Logik brauchst du einen dynamischen Stromtarif oder eine Preis-Quelle, deren Daten Loxone stündlich aktualisiert. Danach verknüpfst du beides: Status-Eingänge (SoC, Leistung) plus Preis-Eingang steuern gemeinsam den Lade-/Entlade-Ausgang.
Kann Loxone den Batteriespeicher automatisch nach Börsenpreis laden?
Ja. Loxone bezieht die Day-Ahead-Preise über einen Virtuellen HTTP-Eingang und schaltet über eine Schwellwert-Logik den Lade- bzw. Entladebefehl an den Wechselrichter – Voraussetzung ist ein dynamischer Tarif und eine ansteuerbare Speicher-Schnittstelle (meist Modbus TCP).
Wie ruft Loxone den Strom-Status von Geräten im Netzwerk ab?
Über Modbus TCP, KNX, das Loxone-Tree-/Air-System oder einen Virtuellen HTTP-Eingang. Der Miniserver pollt die Geräte-IP im lokalen Netz und liest Werte wie Ladezustand, Leistung und Netzbezug, die dann in der Logik und in der Loxone-App als Live-Status erscheinen.
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