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MQTT-Energiemessung mit Shelly EM3, Pro & Emonio

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
MQTT-Energiemessung mit Shelly EM3, Pro & Emonio
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)

Du willst deinen Stromverbrauch dreiphasig messen und die Daten per MQTT in dein System holen? Hier bekommst du die drei gängigen Geräte im Vergleich und die konkreten Einstellungen, die du dafür brauchst.

Kurzantwort: Was können die drei Geräte per MQTT?

Alle drei sind dreiphasige Energiemesser, die ihre Messwerte (Leistung in W, Strom in A, Spannung in V, Energie in kWh, teils cosφ) über MQTT an einen Broker senden. Shelly EM3 (das ältere 3-Phasen-Modell) und Shelly Pro 3EM (die Hutschienen-Variante) sprechen MQTT nativ ab Werk. Emonio (P3) ist ein deutsches Messgerät, das MQTT ebenfalls direkt unterstützt. Praktisch heißt das: Du bekommst deine Werte im Sekunden- bis Minutentakt in dein eigenes System — statt einmal im Jahr auf die Netzbetreiber-Abrechnung zu warten.

MQTT-Energiemessung mit Shelly EM3, Pro & Emonio
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Was du an MQTT einstellen musst

Du brauchst einen MQTT-Broker (z. B. Mosquitto) im selben Netz. Trage in der Geräte-Config die Broker-Adresse (IP), Port (Standard 1883, mit TLS 8883), Benutzername und Passwort ein. Danach veröffentlicht das Gerät auf Topics wie shelly/<geräte-id>/... oder bei Shelly Pro im RPC-Format shelly/<id>/status/em:0. Emonio nutzt ein eigenes, konfigurierbares Topic-Schema. Abonnierst du diese Topics (subscribe), landen die JSON-Messwerte bei dir — z. B. um sie in eine Datenbank oder ein Dashboard zu schreiben.

MQTT-Energiemessung mit Shelly EM3, Pro & Emonio
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Welches Gerät für welchen Einsatz?

Shelly EM3: günstig, für Bestandsinstallationen mit Klemmwandlern, gut für Hobby- und Heim-Monitoring. Shelly Pro 3EM: Hutschienen-Montage im Zählerschrank, robuster, ideal wenn du sauber im Verteiler messen willst. Emonio P3: höhere Messqualität und mehr Auswerte-Funktionen, gedacht für professionelles Sub-Metering im gewerblichen Umfeld. Für reines Heim-Monitoring reichen die Shellys; wenn du belastbare Werte für interne Kostenaufteilung brauchst, ist der Emonio die stabilere Wahl.

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Wichtig: Kein geeichter Abrechnungszähler

Keines der drei Geräte ist ein eichrechtskonformer Zähler. Sie dürfen deinen offiziellen Zähler nicht ersetzen und taugen nicht als alleinige Grundlage für eine rechtssichere Weiterberechnung an Dritte. Ihr Wert liegt woanders: Du siehst live, welche Phase, welcher Stromkreis oder welcher Verbraucher wie viel zieht — und kannst das gegen deine Abrechnung gegenprüfen.

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So taucht das auf deiner Stromrechnung auf

Dein Netzbetreiber/Lieferant rechnet die Wirkarbeit in kWh ab, die der geeichte Zähler zählt. Wenn deine MQTT-Messung deutlich vom abgerechneten Verbrauch abweicht, hast du einen Prüf-Hebel: falsch geschätzte Zählerstände, ein defekter oder falsch abgelesener Zähler, oder ein Stromkreis, der auf der falschen Abrechnungseinheit hängt. Auch Dauerverbraucher (Standby, Umwälzpumpe), die die Rechnung heimlich treiben, werden per MQTT-Zeitreihe sichtbar. Achtung: Die Shelly/Emonio-Werte messen Wirkleistung — ein niedriger cosφ (Blindleistung) erklärt, warum scheinbare Leistung und abgerechnete kWh nicht 1:1 zusammenpassen.

Von der Messung zur Kostenaufteilung

Willst du in einem Mehrparteien- oder Gewerbeobjekt einzelne Bereiche verursachungsgerecht umlegen, liefern die MQTT-Daten die Grundlage: pro Stromkreis eine eigene Messung, sauber zeitgestempelt. Die eigentliche Abrechnung stützt du dann auf den geeichten Hauptzähler und verteilst nach den Messanteilen — nicht auf die Sub-Meter allein. So vermeidest du Streit, wenn die Summe der Sub-Messungen nicht exakt dem Hauptzähler entspricht (Messtoleranz und Blindanteil sind normal).

🎬 Der Energie-Zähler
Aktuell dazu
Welches Protokoll spricht ein Shelly?

Ein Shelly nutzt kein einzelnes „Shelly-Protokoll", sondern mehrere offene Standard-Protokolle parallel — und zwar lokal im eigenen Netz, ohne dass die Cloud zwingend nötig ist. Bei den älteren Gen1-Geräten (z. B. Shelly EM und das erste 3EM) sind das drei: eine lokale HTTP/REST-API (du fragst Messwerte per URL ab), MQTT (der Shelly pusht seine Werte an einen Broker) und CoAP bzw. CoIoT (für automatische Status-Meldungen und Geräte-Erkennung im LAN). Bei den neueren Gen2- und Gen3-Geräten wie dem Shelly Pro 3EM läuft alles über eine JSON-RPC-API, die du wahlweise über HTTP, WebSocket oder MQTT ansprichst; die Pro-Modelle sprechen zusätzlich Modbus TCP.

Praktisch heißt das: Für eine dauerhafte Energiemessung nimmst du MQTT, wenn der Shelly seine Werte selbst und ereignisnah an dein System schicken soll, oder die HTTP/RPC-API, wenn du aktiv im festen Intervall abfragen willst. Willst du einen Pro-3EM in eine SPS oder Gebäudeleittechnik einbinden, ist Modbus TCP der passende Weg. Achte nur auf die Generation deines Geräts: Ein Gen1-Shelly kennt die RPC-API und Modbus nicht, ein Gen2/Gen3-Gerät dafür kein CoIoT — die MQTT- und HTTP-Wege gibt es aber über alle Baureihen hinweg.

Shelly EM3 Pro erklärt: Meinst du den Shelly Pro 3EM?

Wenn du nach "shelly em3pro" suchst, meinst du fast immer den Shelly Pro 3EM — den professionellen 3-Phasen-Energiezähler von Shelly für die Hutschiene (DIN-Rail). Wichtig ist die Unterscheidung: Der ältere Shelly 3EM (Gen1, oft als "EM3" geschrieben) und der neuere Shelly Pro 3EM (Gen2) sind zwei verschiedene Geräte mit demselben Zweck. Beide messen die drei Außenleiter L1, L2 und L3 getrennt über aufklemmbare Stromwandler (Klemmwandler um den jeweiligen Leiter, je nach Variante typisch bis 120 A pro Phase) und erfassen daraus Strom, Spannung, Wirkleistung und Energie pro Phase. Das "Pro" steht für die Gen2-Baureihe mit robusterem Gehäuse, aktueller Firmware und mehr Schnittstellen.

Konkret heißt das für dich: Der Shelly Pro 3EM wird im Zählerschrank auf die Hutschiene gesetzt, die drei Stromwandler klemmst du um die Phasen (kein Auftrennen der Leitung nötig). Angebunden wird er über WLAN oder — anders als der alte 3EM — zusätzlich über LAN/Ethernet und Bluetooth, was ihn im Verteiler zuverlässiger macht. Für die Datenauswertung kannst du beide Geräte per MQTT einbinden und die Messwerte direkt an einen eigenen Broker oder eine Datenbank schicken, statt nur die Shelly-Cloud zu nutzen. Ob du den älteren 3EM oder den Pro 3EM brauchst, hängt also weniger an der Messfunktion (die ist bei beiden 3-phasig) als an Anschlussart und Einbausituation — und daran, ob du eine kabelgebundene Netzwerkverbindung willst.

→ Passend dazu: energiemessung loxone

🔗 Weiterführende Analysen

Shelly Meter for Energy Monitoring per MQTT: So liest du die Daten wirklich aus

Was ein Shelly Meter beim Energy Monitoring über MQTT liefert

Ein Shelly Meter ist ein Stromzähler, der nicht abrechnet, sondern misst und meldet: Er hängt über Stromwandler (Klappwandler) an deinen Phasen und veröffentlicht die Messwerte per MQTT als Publish-Nachrichten an einen Broker. MQTT ist ein leichtgewichtiges Publish/Subscribe-Protokoll — der Zähler ist der Publisher, dein Dashboard oder deine Datenbank ist der Subscriber. Für echtes Energy Monitoring zählt dabei nicht nur die Momentanleistung (W), sondern der Energiezähler (kWh), den das Gerät intern hochzählt: Damit rechnest du Verbrauch über Zeiträume aus, statt nur eine Momentaufnahme zu sehen.

MQTT-Topics des Shelly Meters richtig abonnieren

Entscheidend ist die Gerätegeneration, weil sich die Topic-Struktur unterscheidet. Ältere Geräte (Gen1, z. B. das klassische 3EM) publizieren pro Wert ein eigenes Topic im Schema shellies/<geräte-id>/emeter/<phase>/power (analog voltage, current, total). Neuere Gen2-Geräte (Pro 3EM) arbeiten mit RPC over MQTT: Sie senden den kompletten Status als ein JSON-Objekt unter <topic-prefix>/status/em:0, in dem alle drei Phasen zusammen stehen. Praktisch heißt das: Bei Gen1 abonnierst du viele einzelne Topics, bei Gen2 ein JSON und parst die Felder heraus. Prüfe mit einem Tool wie mosquitto_sub -t '#', welche Topics dein Gerät tatsächlich sendet, bevor du sie fest verdrahtest.

Vom Shelly Meter zum Energy-Monitoring-Dashboard

Sobald die Werte am Broker liegen, brauchst du nur noch einen Subscriber, der sie speichert und darstellt. Typischer Weg ohne Cloud: MQTT-Broker (Mosquitto) → Node-RED oder Telegraf schreibt die Werte in eine Zeitreihen-Datenbank (z. B. InfluxDB) → Grafana visualisiert Last, Phasenschieflast und kWh-Verlauf. Alternativ bindet Home Assistant die Shelly-Werte per MQTT-Discovery meist automatisch ein. Wichtig fürs Energy Monitoring: Speichere den kumulativen kWh-Zähler, nicht nur die Leistung — die Differenz zweier Zählerstände ergibt den Verbrauch eines Intervalls, unabhängig davon, ob mal eine MQTT-Nachricht verloren ging.

Braucht der Shelly Meter für MQTT eine Cloud?

Nein. MQTT läuft komplett lokal — Zähler und Broker (z. B. Mosquitto) im selben Netz reichen. Die Shelly-Cloud kannst du deaktivieren; das Energy Monitoring per MQTT funktioniert davon unabhängig.

In welchem Takt sendet ein Shelly Meter seine Messwerte per MQTT?

Das hängt vom Gerät und der Konfiguration ab; üblich sind Sekunden- bis Minutenintervalle. Weil MQTT ressourcenschonend ist, kannst du hohe Update-Raten fahren — für saubere kWh-Auswertung ist aber der intern mitlaufende Energiezähler wichtiger als das reine Sende-Intervall.

Häufige Fragen

Welche Geräte können zur dreiphasigen Energiemessung mit MQTT genutzt werden?
Alle drei genannten Geräte sind dreiphasige Energiemesser, die ihre Messwerte über MQTT senden. Dazu gehören das Shelly EM3, das Shelly Pro 3EM und das Emonio (P3).
Welche Daten werden von den Geräten übertragen?
Die Geräte senden Messwerte wie Leistung in W, Strom in A, Spannung in V, Energie in kWh sowie teils cosφ über MQTT. Diese Werte landen als JSON-Messwerte in deinem System.
Welche technischen Voraussetzungen müssen für die MQTT-Anbindung erfüllt sein?
Du benötigst einen MQTT-Broker (z. B. Mosquitto) im selben Netz sowie die entsprechenden Konfigurationsdaten wie Broker-Adresse, Port, Benutzername und Passwort.
Welche Geräte eignen sich für welche spezifischen Einsatzszenarien?
Das Shelly EM3 ist günstig und gut für Hobby- und Heim-Monitoring geeignet. Das Shelly Pro 3EM ist robuster, lässt sich auf der Hutschiene montieren und ist ideal für die Installation im Zählerschrank.

Technische Spezifikationen und Hardware-Features (DIN-Montage & Konnektivität)

Der Shelly Pro 3EM ist ein professioneller, dreiphasiger Energiezähler für die DIN-Schienenmontage. Er bietet eine 4-Quadranten-Messung sowie Echtzeit-Anzeigen von Spannung, Strom und Leistungsfaktor pro Phase. Durch die Integration der gen2-Firmware und LAN-Konnektivität eignet er sich besonders für professionelle Integratoren und komplexe Endkundenlösungen.

Anwendungsbereiche: Solaranlagen und Balkonkraftwerke

Der Shelly Pro 3EM wird gezielt eingesetzt, um den Stromverbrauch zu überwachen und die Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen oder Balkonkraftwerken zu regeln. Er ermöglicht es Nutzern, den Grundverbrauch auf den verschiedenen Phasen präzise zu kontrollieren und den Eigenverbrauch zu optimieren.

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