HomeBlog

Stromfee-Tagebuch '24: Neue Funktionen zur Analyse von Energiepreisen

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Stromfee-Tagebuch '24: Neue Funktionen zur Analyse von Energiepreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)

Du willst wissen, wie du Strompreise systematisch auswertest, statt nur auf die Monatsrechnung zu schauen. Hier bekommst du direkt die Kernfunktionen und Kennzahlen, mit denen du Energiepreise analysierst — Schritt für Schritt.

Kurz beantwortet: Diese Funktionen brauchst du

Für eine belastbare Energiepreis-Analyse brauchst du drei Bausteine: (1) den viertelstündlichen Börsen-Spotpreis (Day-Ahead und Intraday am EPEX Spot), (2) deinen eigenen Lastgang, also wann du wie viel verbrauchst oder einspeist, und (3) die Überlagerung beider Kurven. Erst aus dieser Überlagerung siehst du, ob du teuer verbrauchst und billig einspeist oder umgekehrt. Alles Weitere — Alerts, historische Auswertung, Prognose — baut auf diesen drei Bausteinen auf.

Stromfee-Tagebuch '24: Neue Funktionen zur Analyse von Energiepreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Schritt für Schritt: So gehst du vor

1. Zieh deinen Lastgang in 15-Minuten-Auflösung (bei intelligentem Messsystem/iMSys verfügbar). 2. Leg den Day-Ahead-Preisverlauf desselben Tages darüber. 3. Bilde für jede Viertelstunde Verbrauch × Preis — so bekommst du deine realen, lastgewichteten Kosten statt eines Durchschnitts. 4. Markier die teuersten und günstigsten Stunden. 5. Prüf, welche Verbräuche (Wärmepumpe, Laden, Speicher-Beladung) du in günstige Fenster verschieben kannst. Ein Durchschnittspreis allein täuscht — die Lastgewichtung zeigt die Wahrheit.

Stromfee-Tagebuch '24: Neue Funktionen zur Analyse von Energiepreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Day-Ahead vs. Intraday: den richtigen Preis wählen

Der Day-Ahead-Preis wird einmal täglich für den Folgetag festgelegt und eignet sich für Planung und Lastverschiebung. Der Intraday-Preis ändert sich laufend und ist relevant, wenn du kurzfristig auf Schwankungen reagierst, etwa mit einem Batteriespeicher. Für die meisten Auswertungen und dynamische Tarife ist der Day-Ahead-Verlauf die passende Datenbasis — er ist am Vortag bekannt und lässt sich für den nächsten Tag durchplanen.

Stromfee-Tagebuch '24: Neue Funktionen zur Analyse von Energiepreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Dynamische Tarife auswerten

Ein dynamischer Stromtarif reicht dir den Börsenpreis stündlich durch (plus Netzentgelte, Abgaben und Anbieter-Aufschlag). Für die Analyse trennst du diese Bestandteile: Nur der Börsenanteil schwankt, der Rest ist weitgehend fest. Vergleich deinen realen, lastgewichteten Börsenanteil mit dem Fixpreis deines alten Tarifs — nur so siehst du ehrlich, ob sich der Wechsel für dein Verbrauchsprofil rechnet. Ohne dein tatsächliches Lastprofil ist jede Ersparnis-Aussage geschätzt.

Stromfee-Tagebuch '24: Neue Funktionen zur Analyse von Energiepreisen
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Preis-Alerts und Lastverschiebung

Definier Schwellen: unter X ct/kWh gilt eine Stunde als günstig, über Y ct/kWh als teuer. Auf dieser Basis kannst du Verbraucher automatisch oder manuell steuern — Speicher laden, wenn es billig ist, teure Fenster meiden. Negative Börsenpreise (z. B. bei viel Sonne und Wind) sind dabei ein Sonderfall: Dann kann Verbrauch belohnt und Einspeisung unattraktiv werden. Achte hier auch auf die §51-EEG-Regelung, die die Vergütung bei anhaltend negativen Preisen betrifft.

Historische Auswertung: Muster erkennen

Über mehrere Wochen erkennst du wiederkehrende Muster: Preise fallen oft mittags (Solar-Einspeisung) und steigen morgens und abends. Wertest du 30 Tage oder mehr aus, siehst du, ob sich deine Verschiebe-Maßnahmen wirklich lohnen — nicht an einem Ausreißer-Tag, sondern im Schnitt. Belastbar wird eine Aussage erst mit ausreichend vielen Datenpunkten; ein einzelner guter Tag ist noch kein Beweis für deine Strategie.

🎬 Der Energie-Zähler
Aktuell dazu

Abrechnung prüfen lassen?

Kontakt aufnehmen →
📊 Deine Anlage prüfen →