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Trafoverluste-Tabelle: Werte je kVA auf einen Blick

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Trafoverluste-Tabelle: Werte je kVA auf einen Blick
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

Du willst wissen, wie viel Verlustleistung dein Transformator hat und welche Werte normal sind. Hier bekommst du die Zahlen als Tabelle und die beiden Verlustarten kurz erklärt – ohne Umschweife.

Die zwei Verlustarten zuerst

Trafoverluste bestehen aus zwei Teilen. Die Leerlaufverluste (P0, auch Eisen- oder Kernverluste) entstehen durch das Ummagnetisieren des Kerns und fallen konstant an, sobald der Trafo am Netz hängt – unabhängig von der Last. Die Lastverluste (Pk, auch Kurzschluss-, Wickel- oder Kupferverluste) entstehen im Widerstand der Wicklungen und steigen mit dem Quadrat der Auslastung: Halbe Last = ein Viertel der Lastverluste.

Richtwert-Tabelle für Öl-Verteiltransformatoren

Orientierungswerte für Ökodesign-konforme Öl-Verteiltransformatoren (EU-VO 548/2014, Tier 2 seit 2021). Format: Nennleistung – Leerlaufverluste P0 – Lastverluste Pk (bei Volllast). 100 kVA: ~145 W / ~1.250 W. 160 kVA: ~210 W / ~1.750 W. 250 kVA: ~300 W / ~2.350 W. 400 kVA: ~430 W / ~3.250 W. 630 kVA: ~600 W / ~4.600 W. 1.000 kVA: ~770 W / ~9.000 W. Das sind Richtwerte – die verbindlichen Zahlen stehen immer auf dem Typenschild bzw. im Prüfprotokoll deines Trafos.

So liest du die Werte richtig

Pk gilt bei Volllast. Läuft dein Trafo z. B. nur mit 50 % Auslastung, rechnest du die Lastverluste mit dem Faktor 0,5² = 0,25 herunter, während P0 unverändert bleibt. Ein 630-kVA-Trafo bei halber Last hätte also rund 600 W Leerlauf + ~1.150 W Last = ~1.750 W statt ~5.200 W bei Volllast. Deshalb dominieren bei schwach ausgelasteten Trafos die Leerlaufverluste.

Gesamtverlust und Wirkungsgrad ausrechnen

Gesamtverlust = P0 + Pk × (Auslastung)². Den Wirkungsgrad bekommst du mit η = P_ab / (P_ab + P_verlust). Verteiltransformatoren liegen typisch bei 98–99,5 %. Der beste Wirkungsgrad wird erreicht, wenn Leerlauf- und Lastverluste gleich groß sind – das ist bei Öl-Verteiltrafos meist bei rund 30–50 % Auslastung der Fall.

Jahresverlust in kWh und Euro

Für laufende Kosten rechnest du die Leerlaufverluste über 8.760 Betriebsstunden hoch: 630 kVA mit ~600 W P0 ergeben allein rund 5.256 kWh/Jahr an konstantem Verlust – dazu kommen die lastabhängigen Verluste je nach Fahrweise. Bei 20 ct/kWh sind das schon über 1.000 €/Jahr nur für den Leerlauf. Genau hier lohnt es sich, überdimensionierte oder alte Trafos zu prüfen.

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Verlustleistung beim 630-kVA-Trafo: So viel geht wirklich verloren

Die Verlustleistung eines 630-kVA-Trafos setzt sich aus zwei Teilen zusammen: den Leerlaufverlusten (Eisen- bzw. Ummagnetisierungsverluste im Kern — konstant, sobald Spannung anliegt) und den Kurzschluss- bzw. Lastverlusten (Wicklungs-/Kupferverluste, die mit der Auslastung wachsen). Für einen 630-kVA-Öl-Verteiltrafo begrenzt die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/1783 diese Werte: Die Leerlaufverluste liegen in der Größenordnung von einigen hundert Watt (rund 0,5–0,6 kW), die Kurzschlussverluste bei Nennlast bei etwa 6–6,5 kW. Unter Volllast landest du damit bei ungefähr 7 kW Gesamtverlust — das entspricht grob 1,1 % der 630 kVA. Den exakten, für deinen Trafo gültigen Wert liest du am Typenschild oder im Datenblatt ab (Kennzeichnung P0 für Leerlauf und Pk für Kurzschluss); ältere Trafos vor der Ökodesign-Stufe liegen oft spürbar höher.

Wichtig: Nur die Leerlaufverluste fallen immer an — die Lastverluste steigen quadratisch mit der Auslastung. Die Formel lautet PV = P0 + (S/Sn)² · Pk, wobei S/Sn dein Auslastungsgrad ist. Ein zu 50 % ausgelasteter 630-kVA-Trafo (315 kVA Last) verliert also nicht die Hälfte, sondern nur P0 + 0,25 · Pk — mit den obigen Werten grob 0,6 kW + 1,6 kW ≈ 2,2 kW. Verwechsle diese physikalische Verlustleistung nicht mit dem pauschalen Trafoverlust-Faktor von rund 2 %, den Mittelspannungs-Anschlussnehmer mit eigener Trafostation in der Netzabrechnung tragen: Das ist eine kaufmännische Pauschale des Netzbetreibers auf die durchgeleitete Energie, keine gemessene Momentanleistung. Für Wärmeabfuhr und Betriebskosten zählt die Leistung in kW nach obiger Formel, für die Abrechnung die Pauschale.

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