Biogasanlage & BHKW optimieren
Eine Biogasanlage und ihr BHKW verdienen heute nicht mehr mit konstanter Volllast das meiste Geld, sondern mit flexibler Fahrweise zu den richtigen Stunden — und mit einem Anlagenzustand, der Ausfälle gar nicht erst entstehen lässt. Genau hier setzt Stromfee an: ein digitaler Zwilling Ihrer Anlage, der Stoffstrom, Gasqualität und BHKW-Betrieb in Echtzeit abbildet und KI-gestützt optimiert.
Die fünf Hebel, an denen wirklich Geld hängt
- Flex-Fahrplan & Gasspeicher — Strom dann erzeugen, wenn der Börsenpreis hoch ist. Der Gasspeicher wird zum Puffer, das BHKW folgt 96 Viertelstunden-Preisen statt Grundlast.
- Gasqualität (CH₄) — sinkt der Methangehalt unter ~50 %, bricht die BHKW-Leistung ein. Früh erkennen, bevor der Motor leidet.
- Entschwefelung (H₂S) — zu hohe Schwefelwasserstoff-Werte fressen Motor und Öl. Ziel: H₂S dauerhaft unter ~50 ppm.
- BHKW-Fehlstart-Erkennung — jeder Fehlstart kostet schnell rund 2.000 €. Mustererkennung verhindert teure Startversuche.
- Motoren-Lebensdauer — Elektromotoren und Antriebe in der Anlage halten länger, wenn Last, Temperatur und Vibration überwacht werden.
Warum ein digitaler Zwilling?
Der digitale Zwilling verbindet die Sensordaten Ihrer Anlage mit dem Strommarkt: Er sieht, wie die Anlage gerade läuft, und rechnet aus, wann sich Erzeugung lohnt. So wird aus einer Grundlast-Biogasanlage ein flexibler Baustein der Energiewende — mit mehr Erlös bei gleichem Gas.
Ihre Anlage flexibel machen?
Wir bilden Ihre Biogasanlage als digitalen Zwilling ab und zeigen das Flex- und Optimierungspotenzial — Erstanalyse kostenfrei.
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Energie effizienter nutzen?
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Kontakt aufnehmen →Biogas-BHKW: Stunden pro Jahr und Gasbedarf pro Stunde (Beispiel 100-kW-Anlage)
Ein Jahr hat 8.760 Stunden. In klassischer Grundlast-Fahrweise erreicht ein gut gewartetes Biogas-BHKW rund 8.000 bis 8.400 Volllaststunden pro Jahr – der Rest geht für Wartung (Ölwechsel, Zündkerzen, großer Service) und ungeplante Stillstände drauf. Wichtig ist der Unterschied zwischen Betriebsstunden (Motor läuft) und Volllaststunden: Die Volllaststunden rechnest du als Jahresstrommenge geteilt durch die elektrische Nennleistung. Fährst du dein BHKW flexibel (überbaut, nur zu teuren Börsenstunden), sinken die Volllaststunden deutlich, obwohl die erzeugte Jahres-Strommenge gleich bleiben kann – die gleiche Gasmenge wird nur in weniger, dafür wertvolleren Stunden verstromt.
Der Gasbedarf ergibt sich aus einer einfachen Formel: Gasvolumen [m³/h] = elektrische Leistung [kW] ÷ (elektrischer Wirkungsgrad × Energiegehalt des Biogases [kWh/m³]). Rohbiogas mit 50–55 % Methan hat einen Heizwert von rund 5,0–5,5 kWh/m³ (reines Methan ≈ 10 kWh/m³). Ein Gasmotor dieser Klasse arbeitet mit etwa 38–42 % elektrischem Wirkungsgrad. Für ein 100-kW-BHKW: 100 ÷ (0,40 × 5,2) ≈ 48 m³/h. Als Richtwert brauchst du also grob 45–55 m³ Rohbiogas pro Stunde – der genaue Wert hängt vom tatsächlichen Methangehalt und vom Wirkungsgrad deines Motors ab. Sinkt der CH₄-Gehalt, brauchst du mehr Volumen für dieselbe Leistung.
Multipliziere den Stundenbedarf mit den Volllaststunden: Bei 48 m³/h und 8.000 Volllaststunden sind das rund 384.000 m³ Rohbiogas pro Jahr für rund 800.000 kWh Strom. Für deine eigene Anlage setzt du deinen gemessenen Methangehalt und den Wirkungsgrad aus dem Datenblatt ein, statt mit Faustwerten zu rechnen – dann wird aus der Überschlagsrechnung ein belastbarer Gasbedarf, der auch zur verfügbaren Substrat- und Gasspeichermenge passen muss.
Wie viele Volllaststunden hat ein Biogas-BHKW pro Jahr?
In Grundlast typisch rund 8.000–8.400 Volllaststunden bei maximal 8.760 möglichen Jahresstunden; der Rest entfällt auf Wartung und Störungen. Bei flexibler Fahrweise laufen es rechnerisch weniger Volllaststunden, weil die gleiche Jahres-Strommenge auf weniger, dafür preislich attraktivere Stunden verteilt wird.
Wie viel Biogas verbraucht ein 100-kW-BHKW pro Stunde?
Als Richtwert etwa 45–55 m³ Rohbiogas pro Stunde bei 50–55 % Methan und 38–42 % elektrischem Wirkungsgrad. Rechenweg: Leistung ÷ (Wirkungsgrad × Heizwert), also 100 ÷ (0,40 × 5,2) ≈ 48 m³/h. Der exakte Wert hängt von deinem Methangehalt und Motor-Wirkungsgrad ab.