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Shelly Pro 4PM nach dem Börsenpreis schalten – mit Loxone und Stromfee-Preismanager

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Shelly Pro 4PM nach dem Börsenpreis schalten – mit Loxone und Stromfee-Preismanager
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)

Du willst, dass dein Shelly Pro 4PM Verbraucher genau dann einschaltet, wenn der Strom an der Börse günstig oder sogar negativ ist. Das geht: Der Stromfee-Preismanager liefert das Preissignal, dein Loxone Miniserver trifft die Entscheidung und schaltet den Shelly-Kanal.

So läuft die Schaltkette konkret

Drei Bausteine greifen ineinander. 1) Der Stromfee-Preismanager berechnet aus den Day-Ahead-Börsenpreisen (EPEX Spot), wann Strom günstig ist, und stellt dir das als Preis- oder Fahrplan-Signal bereit. 2) Dein Loxone Miniserver holt dieses Signal ab und vergleicht es mit deiner Schwelle (z. B. „schalte unter 5 ct/kWh ein"). 3) Trifft die Bedingung zu, schickt Loxone einen Befehl an den Shelly Pro 4PM, der den passenden Kanal (K1–K4) schließt. Fällt der Preis wieder über die Schwelle, schaltet Loxone ab. Die Logik liegt also bei Loxone, das reine Schalten beim Shelly.

Shelly Pro 4PM nach dem Börsenpreis schalten – mit Loxone und Stromfee-Preismanager
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Einrichtung in 5 Schritten

1) Shelly Pro 4PM auf die Hutschiene setzen, ins WLAN/LAN bringen und feste IP vergeben. 2) In der Shelly-App die lokale Steuerung sicherstellen (RPC/HTTP ist ab Werk aktiv; optional MQTT oder Modbus TCP einschalten). 3) Im Loxone Config einen Virtuellen Ausgang anlegen, der per HTTP-Befehl den Schalter setzt – z. B. `http://<Shelly-IP>/rpc/Switch.Set?id=0&on=true` bzw. `on=false`. 4) Das Stromfee-Preissignal in Loxone einlesen und einen Schwellenwert-Baustein bauen, der bei günstigem Preis den Virtuellen Ausgang triggert. 5) Testen: Preis künstlich unter die Schwelle setzen und prüfen, dass der Kanal schaltet und der Shelly die Leistung meldet.

Shelly Pro 4PM nach dem Börsenpreis schalten – mit Loxone und Stromfee-Preismanager
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Wie du Shelly und Loxone verbindest

Du hast zwei saubere Wege. Über HTTP/RPC steuerst du jeden der vier Kanäle einzeln mit einem kurzen Befehl aus einem Virtuellen Ausgang – am einfachsten für den Einstieg. Alternativ nutzt du Modbus TCP im Shelly (muss aktiviert werden) und liest so auch Leistung, Energie und Schaltzustand strukturiert in Loxone ein. MQTT ist die dritte Option, wenn du ohnehin einen Broker betreibst. Wichtig: Halte Shelly und Miniserver im selben lokalen Netz, dann bleibt die Schaltung auch ohne Cloud stabil.

Shelly Pro 4PM nach dem Börsenpreis schalten – mit Loxone und Stromfee-Preismanager
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Welche Preisquelle steckt dahinter

Der Stromfee-Preismanager arbeitet mit den Day-Ahead-Preisen der Strombörse (EPEX Spot, stündlich, ab 2026 teils viertelstündlich). Diese Preise stehen für den Folgetag am frühen Nachmittag fest – der Preismanager kann daraus schon vorab einen Schaltfahrplan für den nächsten Tag erzeugen, den Loxone abarbeitet. Damit du den Börsenpreis auch am Zähler nutzt, brauchst du einen dynamischen Stromtarif; sonst optimierst du zwar den Zeitpunkt, aber nicht deinen Arbeitspreis.

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Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Sinnvolle Schwellen und Negativstunden

Lege deine Einschalt-Schwelle nach dem Verbraucher fest: Ein Warmwasser-Heizstab oder eine Wallbox darfst du aggressiver auf sehr günstige Stunden legen als eine zeitkritische Anwendung. Besonders interessant sind negative Börsenpreise – dann bekommst du bei dynamischem Tarif rechnerisch Geld fürs Verbrauchen. Zur Einordnung: In unserer eigenen ENTSO-E-Auswertung zählte Deutschland 2026 bislang 396 Stunden mit negativem Day-Ahead-Preis, der Tiefstwert lag bei −500 EUR/MWh. Solche Fenster sind genau die, in denen ein börsengeführter Shelly seinen Wert zeigt.

Grenzen und Sicherheit

Denk an die Randbedingungen deiner Geräte: Wärmepumpen, Gefriertruhen oder Pumpen mögen kein Sekundentakt-Schalten – arbeite mit Mindestlauf- und Mindestpausenzeiten in der Loxone-Logik. Achte auf die Nennlast: Der Shelly Pro 4PM schaltet je Kanal bis 16 A ohmsch; induktive oder hohe Anlaufströme ggf. über ein Schütz führen. Und plane einen Rückfall ein: Wenn das Preissignal einmal ausbleibt, sollte Loxone auf einen sicheren Standardzustand gehen, statt einen Verbraucher unkontrolliert an- oder auszulassen.

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