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Warum du bei negativen Strompreisen nicht einspeisen solltest

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Warum du bei negativen Strompreisen nicht einspeisen solltest
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)

Wenn der Börsenstrompreis unter null fällt, bekommst du für eingespeisten Strom nicht nur nichts – im Zweifel kostet es dich Geld. Hier erfährst du direkt, warum das so ist und was du in diesen Stunden besser tust.

Der Kern: Bei negativem Preis zahlst du fürs Einspeisen

Ein negativer Strompreis bedeutet, dass am Markt mehr Strom im Netz ist als gebraucht wird. Wer dann noch einspeist, verschärft das Überangebot – und muss dafür bezahlen statt vergütet zu werden. Für deine Anlage heißt das: Jede Kilowattstunde, die du in dieser Stunde ins Netz drückst, bringt dir null Erlös oder verursacht sogar Kosten. Ökonomisch ist Einspeisen in diesen Stunden schlicht ein Minusgeschäft.

Warum du bei negativen Strompreisen nicht einspeisen solltest
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§51 EEG: Marktprämie entfällt bei negativen Preisen

Für geförderte Anlagen greift §51 EEG: Fällt der Day-Ahead-Preis ins Negative, entfällt für die betroffenen Stunden die Marktprämie (Förderung). Die genaue Ausgestaltung – etwa ab welcher Stunde und für welche Anlagengröße – hängt vom Inbetriebnahmedatum ab. Für neuere Anlagen wurde die Regel mit dem Solarspitzengesetz verschärft. Praktisch heißt das: In Negativstunden bekommst du für den eingespeisten Strom keine EEG-Vergütung – der Anreiz zum Einspeisen fehlt komplett.

Warum du bei negativen Strompreisen nicht einspeisen solltest
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So oft kommt das vor: 396 Negativstunden in 2026

Negative Strompreise sind kein Randphänomen mehr. In Deutschland zählen wir 2026 bis jetzt bereits 396 Stunden mit negativem Börsenpreis (eigene ENTSO-E-Auswertung), mit einem Tiefstwert von -500 EUR/MWh. Diese Stunden ballen sich vor allem an sonnigen, windreichen Mittagen und Wochenenden mit geringer Last. Mit steigendem Anteil von Solar und Wind wird die Zahl solcher Stunden tendenziell weiter zunehmen – ein Grund mehr, für diese Zeitfenster eine Strategie zu haben.

Warum du bei negativen Strompreisen nicht einspeisen solltest
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)
Was du stattdessen tun solltest: speichern, nutzen, abregeln

Statt in Negativstunden einzuspeisen, hast du drei sinnvolle Optionen. Erstens: den Strom in einem Batteriespeicher parken und später verkaufen oder selbst nutzen, wenn der Preis wieder positiv ist. Zweitens: eigene Verbraucher gezielt in diese Stunden legen – Wärmepumpe, E-Auto-Ladung, Warmwasser. Drittens: die Anlage in diesen Stunden gezielt abregeln (Wechselrichter drosseln), wenn Speicher und Eigenverbrauch ausgeschöpft sind. So vermeidest du Verluste und holst aus jeder Kilowattstunde den besten Wert.

Warum du bei negativen Strompreisen nicht einspeisen solltest
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Warum sich ein Speicher gerade hier rechnet

Ein Batteriespeicher verwandelt Negativstunden von einem Verlust in eine Chance: Du lädst günstig (oder aus der eigenen Erzeugung, die sonst nichts bringt) und entlädst zu hochpreisigen Stunden am Abend. Genau diese Preisspreizung – teils mehrere hundert EUR/MWh zwischen Mittags-Tief und Abend-Hoch – ist der Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Ob und wie stark sich ein Speicher für deine Anlage lohnt, hängt von Größe, Lastprofil und Förderstatus ab und lässt sich belastbar durchrechnen.

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Dazu von Stromfee
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