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Was macht eine Biogasanlage?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Was macht eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)

Eine Biogasanlage wandelt organisches Material wie Gülle, Mist, Speisereste oder Energiepflanzen in Biogas um und erzeugt daraus Strom und Wärme. Übrig bleibt ein wertvoller Dünger, der zurück aufs Feld kommt.

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Die Kurzantwort: Aus Abfall wird Energie

Du fütterst die Anlage mit organischem Material. Im luftdichten Fermenter zersetzen Bakterien dieses Material ohne Sauerstoff und produzieren dabei Biogas. Dieses Gas verbrennst du in einem Blockheizkraftwerk (BHKW), das gleichzeitig Strom und Wärme liefert.

Was macht eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
So läuft der Prozess Schritt für Schritt

1. Substrat (Gülle, Mist, Mais, Bioabfall) kommt in den Fermenter. 2. Bei rund 40 °C vergären Mikroorganismen es über mehrere Wochen. 3. Es entsteht Biogas – überwiegend Methan (CH₄) und CO₂. 4. Das BHKW verbrennt das Methan und erzeugt Strom und Wärme. 5. Der Gärrest wird als Dünger auf die Felder ausgebracht.

Was macht eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Was genau kommt heraus?

Drei Produkte: Strom, den du ins Netz einspeist oder selbst nutzt; Wärme für Ställe, Trocknung oder ein Nahwärmenetz; und Gärrest als geruchsärmeren, nährstoffreichen Dünger. Eine typische Hof-Anlage liefert dabei oft im Bereich von etwa 50 bis 500 kW elektrischer Leistung, je nach Größe.

Was macht eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Warum eine Biogasanlage sich lohnt

Du machst aus Reststoffen, die du sonst entsorgen müsstest, planbare Energie. Anders als Sonne und Wind läuft eine Biogasanlage rund um die Uhr und ist steuerbar – du kannst gezielt dann Strom erzeugen, wenn er gebraucht wird oder die Börsenpreise hoch sind.

Was macht eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Was einen intelligenten Fahrplan ausmacht

Eine Biogasanlage ist kein simples Kraftwerk, sondern ein lebendes System aus Biologie, Chemie und Energiemarkt. Wer nur „Gas auf, BHKW an“ fährt, verschenkt Geld. Mit einem Speicher (BESS) und einer datenbasierten Fahrweise erzeugst du Strom bevorzugt in teuren Marktphasen und hältst die Biologie stabil.

Was du zum Betrieb brauchst

Du brauchst eine kontinuierliche Substrat-Zufuhr, einen dichten Fermenter mit Rührwerk und Heizung, ein Gaslager, ein BHKW sowie eine Steuerung. Wichtig ist eine stabile Fütterung: Schwankt das Substrat stark, kippt die Biologie und die Gasausbeute bricht ein.

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Was kommt in eine Biogasanlage? Die Substrate im Fermenter

In eine Biogasanlage kommen organische, biologisch abbaubare Stoffe – das sogenannte Substrat. Typisch sind nachwachsende Rohstoffe wie Mais-, Gras- oder Ganzpflanzensilage, dazu Wirtschaftsdünger aus der Landwirtschaft, also Gülle und Festmist von Rindern oder Schweinen. Ergänzt wird das oft durch Reststoffe: Bioabfälle, Speisereste, Lebensmittel- und Ernterückstände sowie Nebenprodukte aus der Agrar- und Lebensmittelverarbeitung. Diese Masse landet im luftdicht verschlossenen Fermenter, wo Mikroorganismen sie unter Ausschluss von Sauerstoff zersetzen (Vergärung) und dabei Biogas – hauptsächlich Methan und CO₂ – freisetzen. Was am Ende übrig bleibt, ist der Gärrest, den du als Dünger wieder auf die Felder ausbringen kannst.

Nicht alles gehört jedoch hinein: Die Bakterien im Fermenter sind empfindlich. Verzichten musst du auf Störstoffe und Nicht-Abbaubares wie Plastik, Metall, Glas und Steine – sie schädigen Technik und Rührwerke. Auch stark holzige Stoffe (viel Lignin) werden kaum vergoren. Kritisch sind zudem Hemmstoffe wie Desinfektionsmittel, Antibiotikarückstände oder große Mengen Salz, weil sie die Mikroorganismen ausbremsen und die Gasproduktion einbrechen lassen. Faustregel: Was gut biologisch abbaubar ist und die Bakterienkultur nicht vergiftet, ist als Substrat geeignet – alles andere bleibt draußen.

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